Fördermittel von Aktion Mensch

Schneverdinger Tafel bekommt knapp 15.000 Euro

Fördermittel von Aktion Mensch

Für finanziellen Rückenwind bei der Schneverdinger Tafel mit ihrer Bispinger „Zweigstelle“ sorgt jetzt die Aktion Mensch: Sie fördert die Lebensmittelversorgung durch die Einrichtung mit knapp 15.000 Euro. Ein Umstand, der nicht nur den Tafelvorsitzenden Fritz-Peter Korte, sondern auch seine Frau Anette freut. Schließlich war sie es, die diese Förderung erfolgreich beantragt hat.

Ende März hatte die Aktion Mensch ein Soforthilfeprogramm in Höhe von 20 Millionen Euro aufgelegt, von dem auch Tafeln profitieren konnten. Der Schneverdinger Tafelvorsitzende hatte Anfang April davon erfahren und seiner Frau darüber berichtet, die sich sogleich bereit erklärte, einen entsprechenden Antrag an Aktion Mensch zu stellen: „Das musste alles sehr genau formuliert, erläutert und mit Hintergrundinformationen versehen werden. Beantragt haben wir Geld für die Lebensmittelversorgung, das uns in voller Höhe bewilligt worden ist. Dabei trägt die Aktion Mensch 95 Prozent der Gesamtsumme, die restlichen fünf Prozent kommen von der Tafel“, berichtet Anette Korte.

Diese Fördermittel, die innerhalb eines Jahres für ihren Zweck verbraucht sein müssen, werden in Lebensmittelgutscheinen von örtlichen Geschäften angelegt. Die Gutscheine wiederum werden dann an die Kunden im Rahmen der Lebensmittelausgabe weitergegeben und können später in den Geschäften eingelöst werden.

Die Lebensmittelausgabe allerdings funktioniert inzwischen nach einem System, das sich Korte und seine Mitstreiter ausgedacht haben, um das Corona-Risiko zu minimieren. Zunächst aber hatte auch die Schneverdinger Tafel ihre Aktivitäten Mitte März komplett eingestellt: „Wir haben zugemacht, weil wir unsere 25 zumeist ältere Ehrenamtlichen vor einer möglichen Infektion schützen mussten“, berichtet der Vorsitzende.

Die Folgen dieser Maßnahme, so Anette Korte, seien aber bald zu spüren gewesen: „Wir haben immer wieder Anrufe von Menschen gehabt, die uns geschildert haben, wie schlecht es ihnen gehe und dass sie mit Geld und Lebensmitteln nicht auskämen. Auch die Stadt Schneverdingen hat bei uns angefragt, ob es für die Leute irgendwelche Hilfe geben könne. Es ist schon bitter, wenn man sieht, wie es manchen Leuten geht.“ Und der Vorsitzende ergänzt: „In ganz harten Fällen habe ich dann eine Tüte gepackt und sie - um Kontakt zu vermeiden - draußen zur Abholung hingestellt.“ Inzwischen hat die Schneverdinger Tafel seit dem 24. April ihren Betrieb wieder aufgenommen, aber, wie gesagt, nach einem anderen System: Sozusagen im „Innendienst“ und ohne direkten Kontakt zu den Kunden packen die älteren Ehrenamtlichen Lebensmittel in Kisten. Beigefügt ist dabei auch dank Aktion Mensch ein Lebensmittelgutschein. Diese Kisten gehen nach draußen, wo dann junge Leute vom DRK ehrenamtlich unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsregeln für die Verteilung sorgen. Die Tafelkunden wiederum packen schließlich den Inhalt der Kisten in ihre Tasche.

Jeden Freitag um 13.30 Uhr geht die Lebensmittelausgabe jetzt in dieser Form über die Bühne, und der Vorsitzende lobt: „Das läuft wirklich super. Wir werden diese Praxis beibehalten und erst überdenken, wenn sich Entscheidendes bei den Coronaregeln ändert.“

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