„Gesucht und gefunden“

Anneke und Peter Winkelaar-Richter stellen ab 3. Oktober in der Schneverdinger Galerie „Rotes Sofa“ aus

„Gesucht und gefunden“

„Diese beiden haben sich gesucht und gefunden“, sagt die Schneverdinger Malerin und Bildhauerin Lilo Schmidt-Wiedenroth über das Künstlerpaar Peter und Anneke Winkelaar-Richter und gerät ins Schwärmen. Der Künstler und die Künstlerin, die in Ahaus im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen leben und arbeiten, sind seit nunmehr 47 Jahren verheiratet und haben einen großen Teil ihres Lebens der Musik und der Kunst gewidmet. „Sie machen phantastische Skulpturen und Bilder von hoher Qualität“, so Schmidt-Wiedenroth. Daher freut sie sich sehr, das Künstlerpaar in ihrer Galerie „Rotes Sofa“ in der Oststraße 6 Schneverdingen begrüßen zu können, in der es ab 3. Oktober eine Auswahl seiner Arbeiten präsentiert.

Peter Winkelaar-Richter wurde 1950 in der indonesischen Stadt Bandung geboren, der damaligen Kolonie Niederländisch-Indien. Im Jahr 1958 floh seine Familie aufgrund von Unruhen in die Niederlande. Schon als Kind beschäftigte er sich intensiv mit der bildenden Kunst und Musik. Später machte er seine Leidenschaft zu seinem Beruf und wurde Lehrer für Kunst und Musik. Im Laufe der Jahre hat er in seiner Malerei einen individuellen Stil gefunden und weiterentwickelt. Inspiriert wird er durch die Mythologie, die Musik und auch esoterische Themen. Frauen mit markanten Augen, kombiniert mit weißen Tauben, Fischen oder auch Musikinstrumenten sind wiederkehrende Motive. Seine Arbeiten wurden in Galerien und zahlreichen Ausstellungen in den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Italien, Taiwan und auf der Biennale in Florenz gezeigt.

Anneke Winkelaar-Richter wurde im Jahr 1944 in Nieuw-Schoonebeek in der niederländischen Provinz Drenthe geboren. Schon lange vor ihrer Tätigkeit als Lehrerin beschäftigte sie sich mit Malerei, Keramik und Musik. Im Laufe der Jahre hat sie sich dann auf die Keramik spezialisiert, ihren ganz persönlichen Stil entwickelt, weiter optimiert und zur Perfektion gebracht. Ihre Skulpturen sind filigran gearbeitet und haben so etwas wie „Persönlichkeit“. Bei der Gestaltung ihrer Skulpturen geht es der Künstlerin in erster Linie um die Emotion und den Ausdruck des Gesamtbildes. Dabei gilt ihre besondere Aufmerksamkeit den Menschen und mit Vorliebe der detaillierten Darstellung von Kindern. Die Arbeiten von Anneke Winkelaar-Richter wurden in zahlreichen Galerien und auf Messen in Taiwan, Österreich, Italien, Frankreich und in den Niederlanden ausgestellt. „Kunst, sowohl darstellend als auch visuell, ist Teil unserer Menschlichkeit. Sie macht uns menschlich“, so die Bildhauerin.

Sowohl ihre Skulpturen als auch die Bilder ihres Mannes haben einen hohen Wiedererkennungswert. Apropos: Ihren späteren Mann hat Anneke Winkelaar-Richter an der pädagogischen Akademie in den Niederlanden kennengelernt. Zwei Menschen, jeweils von der Muse geküsst - kein Wunder, dass es zwischen ihnen „funkte“. Seit 1977 lebt und arbeitet das Paar in Deutschland. In ihrem Atelier in Ahaus arbeiten die beiden sozusagen Rücken an Rücken, liebend gern machen sie zusammen Musik. Dafür haben sie seit einigen Jahren auch wieder mehr Zeit, sind ihre drei Kinder, der jüngste Sohn ist 42 Jahre alt, doch längst erwachsen und haben selbst Kinder. Seit 2016 sind Peter und Anneke Winkelaar-Richter wieder verstärkt in Sachen Kunst unterwegs, stellten unter anderem im World Trade Center Taiwan (2016), im Carrousel du Louvre in Paris (2017) und in Florenz (2017) aus.

Die Hauptstadt der italienischen Region Toskana hat auch etwas damit zu tun, dass Lilo Schmidt-Wiedenroth das Künstlerpaar kennengelernt hat. Auch die Schneverdingerin hat in Florenz ausgestellt, vermittelt über die Galeristin Marina Volpi. Und über diese wiederum kam der Kontakt mit dem Ehepaar Winkelaar-Richter zustande. Weil ihr die Arbeiten das Künstlerpaares so gut gefallen, fragte Schmidt-Wiedenroth an, ob es Interesse hätte, in der Heideblütenstadt in der „Galerie Rotes Sofa“ auszustellen. „Und das hat toll geklappt“, freut sich die Malerin und Bildhauerin.

Passend zu den „Offenen Werkräumen“ des Kulturvereins Schneverdingen steht nun am 3. Oktober ab 16 Uhr die Vernissage auf dem Programm, die allerdings wegen der Corona-Pandemie nur nach Voranmeldung per E-Mail an lilos@galerie-rotes-sofa.de oder unter Ruf (05193) 1885 besucht werden kann. Vorab ist die Ausstellung am Samstag für Besucher von 11 bis 15 Uhr geöffnet, ebenso am Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Anneke und Peter Winkelaar-Richter werden vor Ort sein. Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln haben Interessierte die Möglichkeit, sich in der Oststraße 6 sowohl die Ausstellung in der Galerie „Rotes Sofa“ als auch den Skulpturengarten anzusehen.

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