„Großbrand“ war Übung

„Feuer in der Osterheide - Schafstall brennt in voller Ausdehnung“ - so lautete die Meldung am vergangenen Montagabend. Der Einsatz entpuppte sich für 86 Feuerwehrmänner und -frauen als Übung

„Großbrand“ war Übung

„Feuer in der Osterheide - Schafstall brennt in voller Ausdehnung“ - so lautete die Meldung am vergangenen Montagabend. An der Verlängerung des Osterwaldweges war in der Schneverdinger Osterheide der dortige Schafstall aus ungeklärter Ursache in Brand geraten. Der Einsatzleiter setzte nach der ersten Lageeinschätzung das Alarmstichwort auf „F3“ (Großbrand) hoch. Somit wurden die Ortsfeuerwehren Heber, Insel, Langeloh, Schülern sowie die örtliche Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr Schneverdingen hinzu alarmiert.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und hohen Temperaturen galt es nicht nur das Feuer im Schafstall zu bekämpfen, sondern auch die angrenzenden Heide- und Waldflächen zu schützen. Dazu wurden die Einsatzabschnitte „Brandbekämpfung“ und „Wasserförderung“ gebildet. Um für die Brandbekämpfung genügend Wasser zur Verfügung zu haben, richteten die Feuerwehrleute vier Wasserentnahmestellen am Silvestersee ein und verlegten 2.000 Meter B-Schlauchleitung. Außerdem fuhren drei Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr zwischen dem See und dem Schafstall hin und her. Die Brandbekämpfung erfolgte unter anderem über das Wenderohr der Drehleiter, zwei Wasserwerfer und mehreren C-Strahlrohre. Im Laufe des Einsatzes stellte sich glücklicherweise heraus, daß es sich um eine „geheime Alarmübung“ der Stadtfeuerwehr Schneverdingen handelte.

An dieser Übung nahmen 86 Feuerwehrmänner und -frauen mit 14 Fahrzeugen teil. Im Anschluß trafen sich die Aktiven der Ortswehren zur Stärkung an der Feuerwache in Schneverdingen und genossen Bratwurst und Getränke. Michael Röbbel, Einsatzleiter und Ortsbrandmeister der Schneverdinger Wehr, gab nochmal einen Überblick über die gesamte Einsatzlage und hob dabei hervor, wie wichtig solche großangelegten Übungen seien, um im Ernstfall ein perfektes Zusammenspiel verschiedener Feuerwehren zu ermöglichen. Der Schneverdinger Stadtbrandmeister Manfred Ehlermann und sein Stellvertreter Christian Schmalenberg waren ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Kräfte machen zu können.

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