Grüne gehen mit 14 Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen

Schneverdinger Ortsverband nennt maßgebliche Punkte seines Wahlprogramms

Grüne gehen mit 14 Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen

Seine Listenaufstellung für die Stadtratswahl im September und maßgebliche Punkte seines Wahlprogramms gibt der Schneverdinger Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen bekannt. Sprecherin Katharina Roth-Fingas bezeichnete die jüngste Versammlung als „sehr harmonisch“, denn: „Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden einstimmig auf ihren Listenplätzen gewählt. Wir haben eine tolle Kombination von erfahrenen Ratsmitgliedern und neu eingestiegenen Mitgliedern.“ Und Co-Sprecher Carsten Gevers ergänzt: „Wir haben alt und jung dabei, Hausfrau und Arzt, viele Bildungs- und Umweltspezialisten und fast ebenso viele Frauen wie Männer. Jedenfalls sind es mehr Frauen als bei der CDU oder SPD.“

Dies sei insofern bemerkenswert, weil der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen insgesamt „nur“ 14 Personen auf der Liste habe. Die Quote sei also mit 43 Prozent Frauenanteil mit Abstand die beste. „Obwohl wir voraussichtlich nur die drittlängste Liste haben, ist sie dennoch wohl die stärkste“, betonen Roth-Fingas und Gevers selbstbewusst: „Wir haben auf unserer Liste Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer aus unterschiedlichen Schulformen, Kita-Leitung, Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Erzieherinnen und -erzieher. Beim Thema Bildung, das in Schneverdingen eine wichtige Rolle spielt, geht kein Weg an uns Grünen vorbei, bei Schule und Kita haben wir das größte Fachwissen.“

Den Klimawandel nehmen die Grünen naturgemäß ganz besonders in den Fokus. Dazu Gevers: „Eine zentrale Forderung der Schneverdinger Grünen ist, dass zukünftig jeder Ratsbeschluss auf seine Klima-Relevanz überprüft werden soll. Diesen Antrag hatte ich auch schon bei der jüngsten Kreistagssitzung für den ganzen Landkreis gestellt, leider wurde er von der CDU und anderen Parteien abgelehnt“, so Gevers etwas enttäuscht: „Die haben nicht verstanden, dass der Klimawandel eine Tatsache ist und dass wir dagegen etwas tun müssen. Think global, act local - also global denken, lokal handeln. Das muss auch hier bei uns in Schneverdingen die Devise sein“, fordert Gevers. Und weiter: „Es gibt vieles was man auch im Kleinen tun kann. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, sondern müssen handeln wo immer wir können. Auch das Rathaus in Schneverdingen muss sein Verwaltungshandeln und seine Beschlüsse dahingehend überprüfen, ob sie negative Auswirkungen auf das Klima haben können.“

Verbunden damit ist auch das Thema regenerative Energien und Verbesserung für den Individualverkehr. „Fahrrad- und Elektromobilität müssen gefördert werden“, wie Roth-Fingas erläutert. Dazu gehöre das Schaffen von Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum, denn auch das Angebot schaffe Nachfrage. Zudem müsse die Infrastruktur für Radfahrer deutlich verbessert werden: Radwege, Abstellmöglichkeiten, Radspuren und einiges mehr.

Einen weiteren Punkt sprach Gevers an: „Für die Jugendlichen wollen wir eine neue Skater-Anlage an einem zentralen Standort in Schneverdingen bauen. Möglicherweise in Verbindung mit einer Graffiti-Wand.“ Der jetzige Standort werde von der Verwaltung als ungeeignet eingestuft.

„Wir wollen die Skater aber nicht nach draußen abschieben, zum Beispiel in das Sportzentrum Osterwald, sondern der Standort muss deutlich zentraler sein und zwar dort, wo das Leben spielt, wo man andere trifft, gesehen wird und sich ein Eis oder Getränke kaufen kann - eben in der Nähe von dort, wo sich Jugendliche auch sonst aufhalten“, so Gevers weiter: „Ich kenne viele Skater und Scooterfahrer aus den Schulklassen, in denen ich unterrichte. Ich habe sie gefragt und alle sagen, sie wollen in das Zentrum und auf keinen Fall so weit weg an den Stadtrand.“

Außerdem beschäftigte sich die Versammlung noch mit einigen redaktionellen Änderungen der Satzung des Ortsverbandes, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde.

Für die Stadtratswahl wurden folgende Kandidatinnen und Kandidaten für die Grünen aufgestellt (in der Reihenfolge der Listenplätze): 1. Carsten Gevers, 2. Katharina Roth-Fingas, 3. Sebastian Tietzel, 4. Annegret Mader, 5. Dr. Günter Meyer, 6. Gabriele Röhrs, 7. Karin Müller, 8. Johanna Fach, 9. Mandy Kafidoff, 10. Klaus Schröder, 11. Erwin Kreie, 12. Jan Warschau, 13. Sven Fingas, 14. Daniel Neuefeind.

Logo