„Gute Laune“ zum Mitnehmen

Kleine, aber feine Aktion des Schneverdinger Kulturvereins

„Gute Laune“ zum Mitnehmen

Abgesehen davon, dass die Gefühlsregungen der Mitmenschen derzeit aufgrund der Maskenpflicht oft nur zu erahnen sind: Mit zunehmender Dauer der Corona-Krise dürfte die Zahl derjenigen, die mit einem freundlichen Lächeln durch den Tag gehen, kontinuierlich sinken. Kein Wunder, gibt es in der Pandemie doch reichlich Anlass zur Sorge. Mitglieder des Vorstandes des Schneverdinger Kulturvereins haben sich deshalb überlegt, wie sie die Stimmung in schwierigen Zeiten mit kleinsten Mitteln wenigstens ein bisschen aufhellen können. Und deshalb kleben jetzt bunte Zettel mit kleinen Schnipseln zum Abreißen an einem Werbeschild des Kulturvereins an der Fassade der „Alten Schlachterei“ in der Stadtmitte.

Exemplare dieser Art haften in Großstädten nicht selten auch an Ampeln und Laternenmasten, auf dem Lande hängen sie in der Regel an öffentlich zugänglichen Pinnwänden. Unter anderem werden diese „Info-Blätter“ zum Beispiel von Wohnungs- oder Jobsuchenden ausgehängt, damit sich mögliche Anbieter quasi im Vorbeigehen die Telefonnummer abreißen können - und dann im besten Falle später auch melden. An der „Alten Schlachterei“ hingegen dienen die Hingucker in verschiedenen Farben einem völlig anderen Zweck: Sie sollen gute Laune verbreiten. Deshalb stehen auf den Zetteln klare, freundliche Hinweise und Aufforderungen: „Verschenke ein Lächeln“, „Love to go“, „Wünsch Dir was“ und „Nimm, was Du magst“. Aufgemalte Sternschnuppen, Smileys, Sonnen und Herzen gibt es darunter zum „Abpflücken“ und Mitnehmen, zum Behalten oder Verschenken. Wer möchte, kann sich aber auch für „Zufriedenheit“, „Gute Laune“, „Inspiration“, „Liebe“, „Glück“ oder auch „Hoffnung“ entscheiden - selbstverständlich ebenfalls „to go“.

„Wir hatten die Idee in unserer Vorstandssitzung - und Susanne Ziegele setzt solche Einfälle immer schnell um“, so Dorothee Schröder, Geschäftsführerin des Kulturvereins. Ziegele ist Künstlerin und im Vorstand des Kulturvereins engagiert.

Nun hoffen die Initiatorinnen, dass sie mit dieser kleinen, aber feinen Aktion ein Lächeln in so manches Gesicht zaubern können. Vielleicht greift der oder die eine oder andere schmunzelnd zu diesen „Denkzetteln“, die das Ziel haben, in düsteren Zeiten eine wichtige Botschaft zu verbreiten: „Positiv denken!“

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