Hans-Peter Weseloh: „Sicherheit für Athleten und Trainer hat Vorrang“

Schneverdinger Leichtathleten sind im Osterwaldstadion ins Freilufttraining eingestiegen

Hans-Peter Weseloh: „Sicherheit für Athleten und Trainer hat Vorrang“

Nachdem der Trainingsbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie für den Zeitraum von mehr als zwei Monaten extrem eingeschränkt war, konnten die Leichtathleten des TV Jahn Schneverdingen jüngst ausgeruht und hoch motiviert in das Freilufttraining im heimischen Osterwaldstadion einsteigen, wobei sie natürlich etliche Auflagen zu beachten hatten.

Da auch das vor Ostern geplante zweiwöchige Trainingslager in Italien abgesagt werden musste, konnten die leistungsstärksten Athleten die schon weit vor Ausbruch der Coronakrise gespendeten und gelieferten Trainingslagertrikots endlich überstreifen und zunächst ausschließlich mit den Laufeinheiten starten. Viele Athleten hatten sich zuvor in Zweiergruppen oder auch allein daheim regelmäßig mit vielen kreativen Ideen fit gehalten. Die einzuhaltenden Regeln verkomplizieren natürlich die Trainingsabläufe. Vor Beginn muss jeder Aktive draußen einen Stuhl aufstellen, wobei jeweils ein Zwei-Meter-Abstand einzuhalten ist. Die Stühle sind jeweils „Lagerstätte“ für Bekleidung und Getränke. Zudem müssen sich die Athletinnen und Athleten jeweils einzeln in die tagesaktuelle Teilnehmerliste eintragen und ihre Telefonnummer angeben. Außerdem ist es Pflicht, sich ebenfalls einzeln vor Trainingsbeginn und nach Trainingsende gründlich die Hände zu waschen. Auch auf der Bahn sind die Abstandsregeln einzuhalten. Es darf nur jede zweite Bahn genutzt werden. Beim Laufen sind darüber hinaus mindestens 20 Meter Abstand zu halten und auch auf die obligatorischen Umarmungen und „Handshakes“ muss verzichtet werden.

Um den Trainingsbetrieb zu gewährleisten, betreut vor Ort je ein Trainer fünf Aktive. So können die Sicherheitsregeln durchgängig überwacht und eingehalten werden. Inzwischen gibt es auch wieder unter Verwendung von Desinfektionsmitteln ein eingeschränktes Wurf- und Sprungtraining. Wegen der diversen Einschränkungen wird zunächst nur das Training mit den älteren und leistungsstarken Atheten im Hinblick auf eventuell nach den Sommerferien doch noch stattfindende Meisterschaften angeboten. Die jüngeren Athleten müssen auf den „Neustart“ warten, „da die Sicherheit für die Athleten und auch für die im ständigen Einsatz stehenden Trainer Vorrang hat“, so Hans-Peter Weseloh von der Leichtathletiksparte. Um den Trainingsbetrieb weiter zu entflechten und die Gruppen so klein wie möglich zu halten, stehen zusätzlich zu den regulären Trainingszeiten weitere Einheiten auf dem Plan, nämlich jeweils dienstags und freitags ab 17 Uhr sowie mittwochs ab 18 Uhr. Sobald die aktuelle Lage und die örtlichen Vorgaben eine weitere Lockerung bis hin zur vollen Freigabe des kompletten Trainingsbetriebes wieder erlauben, sollen auch die übrigen Gruppen schnell wieder aktiv einsteigen können.

„Alle sind sehr gespannt darauf, ob eventuell ab September noch ein eingeschränktes Wettkampfgeschehen möglich wird“, so Weseloh: „Sobald dafür erste positive Signale vom NLV oder DLV gegeben werden können, wird sich das allgemeine Training auf das dann angebotene Wettkampfgeschehen fokussieren.“ Auch der Kreisleichtathletikverband Heidekreis werde dazu zeitnah berichten.

Logo