Hasselberg geht

Gerücht hat sich bewahrheitet: Pastor verläßt die Heide

Hasselberg geht

Wenige Tage erst ist es her, dass der Heide-Kurier über Gerüchte in Schneverdingen und Heber berichtet hat. Gerüchte, wonach Pastor Frank Hasselberg die Heide verlassen werde (HK berichtete). Jetzt steht fest: Hasselberg hat sich entschlossen zu gehen.

Gegen ihn, Pastor der Gemeinden Markus in Schneverdingen und Friedenskirche in Heber, der bereits vor einem Jahr vorläufig vom Dienst supendiert worden ist, läuft noch immer ein innerkirchliches Disziplinarverfahren, weil ihm finanzielle Unregelmäßigkeiten vorgeworfen werden. Zum obengenannten Gerücht hatte sich auf HK-Anfrage niemand konkret äußern wollen. Allerdings hatte Dr. Michael Blömer, Superintendent des Kirchenkreises Rotenburg eine Pressemitteilung in dieser Sache angekündigt - und die liegt nun vor, offenbar mit Hasselberg abgestimmt. Blömer betont darin noch einmal, die weitere Dauer des Verfahrens sei derzeit nicht absehbar: „Die Vorwürfe müssen gründlich geprüft und bewertet werden. Die Situation in den beiden Gemeinden ist für alle Betroffenen extrem belastend. Leider gibt es keine einfache und schnelle Lösung.“

Deshalb, so die Mitteilung, habe Hasselberg sich jetzt entschieden, die beiden Gemeinden zu verlassen: „Auch ich sehe, dass das ganze Verfahren noch lange dauern wird. Für mich hat sich gezeigt, dass ich hier - auch nach einem Freispruch - nicht mehr als Seelsorger arbeiten kann. Ich möchte den Weg freimachen für einen Neuanfang“, so der Gemeindepastor, der 22 Jahre in Schneverdingen und Heber seinen Dienst getan hat. Seit seiner vorläufigen Dienstenthebung übernehmen verschiedene Pastorinnen und Pastoren Vertretungsdienste in den beiden Gemeinden.

Für Hasselberg sei das keine leichte Entscheidung gewesen. „Es fällt mir schwer, die Arbeit vor Ort und die Menschen hier nach so langer Zeit zu verlassen. Ich habe in dieser Zeit manches bewirkt. Als Ziel hatte ich stets eine einladende und für alle Menschen offene Kirche vor Augen“, betont der Theologe. Jetzt geht er nach Wremen an die Nordseeküste zurück in sein Elternhaus.

Alle Interessierten sind zur Verabschiedung mit Andacht und anschließendem Kaffeetrinken eingeladen: am Sonnabend, dem 26. Oktober, um 15 Uhr in der Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen.

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