Heidjers Stadtwerke: Strom und Gas werden zum 1. September teurer

Kommunales Unternehmen verweist auf „dramatische Lage am Energiemarkt“

Heidjers Stadtwerke: Strom und Gas werden zum 1. September teurer

Die Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt für Energie hat auch für Kunden der Heidjers Stadtwerke Auswirkungen. Zum 1. September dieses Jahres heben Heidjers Stadtwerke die Arbeitspreise für Strom und Gas in allen Tarifen an. Die Grundpreise werde das kommunale Unternehmen, wie es in der Mitteilung heißt, „weiterhin stabil halten.“

Als Grund für die Preiserhöhung gibt der Energieversorger „die dramatische Lage am Energiemarkt“ an: Dort seien die Preise seit vergangenem Herbst unaufhörlich gestiegen, zudem habe sich die Situation „seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine kontinuierlich weiter verschärft.“ Unternehmen wie die Heidjers Stadtwerke zahlten inzwischen „für den Energieeinkauf ein Vielfaches dessen, was Strom und Gas noch vor einem Jahr gekostet haben.“

„Unsere Kundschaft profitiert auch in dieser sensiblen Situation wieder von unserer risikoarmen Beschaffungsstrategie. Wir haben den Großteil des Bedarfs unserer Kundinnen und Kunden in Chargen bereits Jahre im Voraus gesichert, so dass wir jetzt nur einen Teil zu den aktuell horrenden Preisen einkaufen müssen. So schlägt die Entwicklung nicht voll auf sie durch“, berichtet Lars Weber, Geschäftsführer der Heidjers Stadtwerke. Der notwendige Preissprung sei dennoch auch bei Heidjers Stadtwerken historisch hoch, erklärt er. Der Arbeitspreis bei Strom steige in allen Tarifen - außer bei den „Fix“-Tarifen - pro Kilowattstunde um 7,14 Cent brutto, bei Gas um 3,57 Cent brutto. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Strombedarf von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr im Tarif „Heidjers flex“ bedeute die Mehrkosten von knapp 250 Euro, das seien 26,5 Prozent. Bei Gas mache die Erhöhung im Tarif „Heidjers Erdgas flex“ bei einem Jahresbedarf von 20.000 Kilowattstunden in einem Einfamilienhaus rund 645 Euro aus, also rund 44,1 Prozent.

„Wir versorgen unsere Kunden stets so günstig wie möglich und das bleibt auch so“, betont Weber: „Im bundesweiten Vergleich liegen wir auch weiterhin preislich ziemlich weit unten. Die Entwicklung am Markt besorgt uns, denn wir wissen, wie sehr die Mehrbelastung vielen Haushalten und Firmen zu schaffen macht.“

Wie „außergewöhnlich und ernst die Situation ist“, lasse sich laut Heidjers Stadtwerken auch daran ablesen, dass die Bundesregierung bei Gas bereits die zweite von drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas ausgerufen habe. Im Herbst drohe ein Gasmangel, gelänge es nicht, die Speicher bis dahin voll zu bekommen. Deshalb appellieren die Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen nun an alle Verbraucher, jetzt über den Sommer möglichst viel Energie einzusparen. „Auch Strom“, betont Weber. Denn Gas werde in Deutschland unter anderem für die Stromerzeugung eingesetzt. „Je weniger Energie wir jetzt brauchen, umso voller werden die Gasspeicher und umso besser kommen wir ohne Abschaltungen und Drosselungen über den nächsten Winter“, unterstreicht der Geschäftsführer: „Jetzt kommt es auf die Solidarität der Gemeinschaft an!“

Wie die Heidjers Stadtwerke mitteilen, setzten auch sie selbst Sparmaßnahmen um, wo immer es möglich sei. Tipps zum Energiesparen präsentiert der Energieversorgerallen Interessierten auf seiner Internetseite heidjers-Stadtwerke.de. Die aktuelle Pressemitteilung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeige auf, wie groß das Sparpotenzial in Privathaushalten sei. Schon im Mai 2022 sei ein Drittel weniger Gas als im selben Monat des Vorjahres verbraucht worden, so Weber: „Und da sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Jeder von uns kann im Kleinen dazu beitragen, durch Sparmaßnahmen den Verbrauch zu minimieren. Das ist nicht nur ein Solidarbeitrag, sondern dient auch der Begrenzung der eigenen Mehrkosten.“

Alle Energieexperten seien sich einig, „dass die Preise vorerst leider nicht fallen werden.“ Daher rufen Heidjers Stadtwerke Kundinnen und Kunden dazu auf, die Abschlagszahlungen zu erhöhen.

„Das reduziert die Nachzahlungen bei der Jahresrechnung und vermittelt eine realistische Größe der monatlichen Kosten“, erklärt Stefan Willner vom Kundenservice des Energieversorgers.

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