„Heidjers Wohl“ öffnet am 3. März: Eine Stunde schwimmen

Zunächst können Inhaber einer aktuellen Jahreskarte das Schwimmer- und Bewegungsbecken allein oder mit Bewohnern desselben Haushalts für jeweils eine Stunde buchen

„Heidjers Wohl“ öffnet am 3. März: Eine Stunde schwimmen

Es öffnet am kommenden Montag, dem 1. März, wieder seine Tore, das Schneverdinger Familien- und Sportbad „Heidjers Wohl“ - in Corona-Zeiten natürlich unter besonderen Bedingungen. Zunächst können Inhaber einer aktuellen Jahreskarte das Schwimmer- und Bewegungsbecken allein oder mit Bewohnern desselben Haushalts für jeweils eine Stunde buchen.

Diese Möglichkeit ergibt sich aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover. Dieses hat laut Heidjers Stadtwerken zugunsten eines niedersächsischen Fitnessstudios entschieden, das trotz der allgemeinen Corona-Schließung stundenweise an einzelne Kunden „untervermieten“ darf. Diese Regelung haben Heidjers Stadtwerke nun auf das „Heidjers Wohl“ übertragen „und dafür“, so heißt es in einer Mitteilung der Heidjers Stadtwerke, „jetzt auch die Genehmigung erhalten.“

Voraussetzung dafür sei, dass nur eine Person oder ein Haushalt die Becken im „Heidjers Wohl“ zu Sportzwecken nutze und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bades die Umkleiden sowie Duschen nach jedem Besuch desinfizierten. Diesem Konzept habe das Gesundheitsamt des Heidekreises zugestimmt.

„Wir freuen uns, dass wir so bereits jetzt wenigstens einem kleinen Kreis unserer Badegäste Sport im Wasser bieten können“, betont Lars Weber, Geschäftsführer der Heidjers Stadtwerke: „Gleichzeitig können wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heidjers Wohl langsam wieder aus der Kurzarbeit holen; für sie ist es auch sehr wichtig, wieder ein Gefühl von alter Normalität und Zugehörigkeit zu bekommen.“

Die erste Gruppe, die in den Genuss des stundenweisen Schwimmens kommt, sind Besitzer von Jahreskarten, die diese im Dezember 2020 für 2021 erworben haben und die in ihrem Haushalt lebenden Personen. Bei mehreren Personen ist einmalig ein Nachweis erforderlich, dass alle in einer häuslichen Gemeinschaft leben. „Wir mussten eine Priorisierung vornehmen, um die Option der Öffnung überhaupt ziehen zu können, das ist immer schwierig“, so Weber. Entschieden hätten sich die Stadtwerke in diesem ersten Schritt für ihre treuesten Kunden: „Unsere Jahreskartenbesitzer sind eine bunt gemischte Gruppe jeden Alters und Berufs, denen Schwimmen sehr wichtig ist und die eben regelmäßig im Heidjers Wohl sind.“

Weber begrüßt die Möglichkeiten durch das Urteil auch deshalb, weil die Öffnung für Einzelpersonen und ihre Mitbewohner zwar für den Besucher ein Luxus sei, nicht aber für das Bad. „Die Betriebskosten sind da, ob wir Gäste haben oder nicht“, erklärt der Geschäftsführer. Das Wasser verbleibe aus technischen Gründen im Becken, die Pumpen müssten kontinuierlich gespült werden und ein Biogas-Kraftwerk, das Strom ins Netz speise, beheize mit seiner Abwärme die Räumlichkeiten und das Wasser.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind glücklich, dass es wieder losgeht. Sie empfinden den ersten Schritt der Öffnung als eine Art Wiedereingliederung“, betont Weber. Gearbeitet werde zunächst im Schichtbetrieb. Es werde durchgewechselt, „so dass sich alle wieder langsam an normale Arbeitszeiten gewöhnen können.“ Zwei Mitarbeiter seien auch während des Lockdowns für den Betrieb und die Wartung der Anlage im Bad gewesen.

Das Schwimmen ist zunächst von montags bis freitags zwischen 6.30 und 19 Uhr möglich. Der Eintritt ist für Jahreskarteninhaber natürlich kostenlos, Begleitpersonen ohne Jahreskarte bezahlen am Automaten den regulären Eintritt. Wann das „Heidjers Wohl“ wieder für die gesamte Öffentlichkeit und die Sportvereine öffnet, kann bei den Heidjers Stadtwerken niemand voraussagen. Hinter den Kulissen wird schon jetzt daran gearbeitet, dass bei einer Lockerung der gesetzlichen Regeln schnellstmöglich noch mehr Schwimmer das Bad wieder nutzen können. „Wir hoffen sehr, dass die 7-Tage-Inzidenz weiter nach unten geht, alle vernünftig mit Lockerungen umgehen und wir möglichst bald wieder für alle öffnen können“, unterstreicht der Geschäftsführer.

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