Heimspiele für TVJ-Faustballerinnen: Vorschau und Team-Check

Bundesliga: Erster Spieltag am 7. November in der Schneverdinger Sporthalle Am Timmerahde

Heimspiele für TVJ-Faustballerinnen: Vorschau und Team-Check

Exakt 585 Tage nach dem Finale der Deutschen Meisterschaft im März vergangenen Jahres wird in der Schneverdinger Sporthalle Am Timmerahde erstmals wieder Faustball gespielt. Am kommenden Sonntag trifft der TV Jahn Schneverdingen nach der zuletzt komplett ausgefallenen Hallensaison zum ersten Heimspieltag in der 1. Bundesliga Nord der Frauen ab 11 Uhr auf den VfL Kellinghusen und den TSV Essel.

Nach der perfekten Feldsaison ohne eine einzige Niederlage und dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft und des Europapokals müssen sich die Jahnlerinnen nach einer kurzen Vorbereitung nun auf den Hallenboden und die veränderten Bedingungen einstellen. Aus dem Erfolgsteam des zurückliegenden Sommers steht neben dem turnusmäßigen Wechsel von Angreiferin Aniko Müller nach Berlin-Kaulsdorf auch Abwehrspielerin Nathalie Domurath aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung. Dennoch verfügt Trainerin Christine Seitz über einen ausgeglichenen und hochkarätigen Kader. Der Angriff wird mit Helle Großmann und Theresa Schröder besetzt und in Zuspiel und Abwehr werden wie gewohnt Laura Kauk, Luca von Loh, Kimberly Groß, Annika Kriger, Zoe Kleiböhmer sowie die am ersten Spieltag verhinderte Hinrike Seitz auflaufen.

Für diese Spielzeit hat sich der TV Jahn die erneute Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft vorgenommen. Da diese in Moslesfehn ausgespielt wird, ist bereits ein Platz durch den ausrichtenden SVM vergeben. Für die beiden weiteren treffen die Schneverdingerinnen mit Ahlhorner, Brettorf, Hannover und Kellinghusen auf starke Konkurrenz. Den beiden Aufsteigern aus Düdenbüttel und Essel werden nur Außenseiterchancen zugerechnet. Nach dem Rückzug von Bayer 04 Leverkusen spielen in dieser Saison nur acht Mannschaften in der 1. Bundesliga Nord.

Der Kader des TV Jahn: 1 Helle Großmann (Angriff), 2 Laura Kauk (Abwehr), 3 Theresa Schröder (Abwehr), 6 Hinrike Seitz (Zuspiel), 7 Luca von Loh (Abwehr), 10 Zoe Kleiböhmer (Zuspiel), 14 Kimberly Groß (Abwehr), 15 Annika Kriger (Abwehr), Trainerin Christine Seitz.

Der Team-Check in Sachen Konkurrenz:

TSV Essel

Viereinhalb Jahre sind seit der letzten Hallen-Partie des TSV Essel in Liga eins ins Land gezogen. Zweimal verpasste die Mannschaft den Aufstieg, ehe es 2020 endlich klappte. Zur anstehenden Spielzeit wird der Kader weiter verjüngt. Larissa Glüsing und Merle Hink (beide Abwehr) stehen nicht mehr zur Verfügung, dafür rutscht mit Julia Schomacker eine weitere U18-Spielerin ins Aufgebot, die mit dem Team direkt nach der kurzen Feldsaison in die Vorbereitung auf die Hallensaison startete. Für den TSV gilt es, sich mit dem Mix aus jungen und erfahrenen Spielerinnen nun in der Bundesligasaison zu beweisen. Auch wenn man Außenseiter ist, will man alles daran setzen, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

Ahlhorner SV

Spielertrainerin Janna Köhrmann kann aus dem Vollen schöpfen. Julia Weber und Tokessa Köhler-Schwartjes stehen wieder zur Verfügung, damit starten die Ahlhornerinnen mit einem neunköpfigen Aufgebot in die Saison. Damit alle ihre Spielzeiten erhalten, werden die Angreiferinnen im Kader wohl auch in der zweiten Mannschaft (2. Bundesliga) zum Einsatz kommen - insbesondere für die jüngeren Spielerinnen wichtig, um sie bestmöglich auf ihre zukünftigen Aufgaben in der Bundesliga-Mannschaft vorzubereiten. Ziel in Liga eins ist derweil, sich wieder für die DM zu qualifizieren. Da die Liga weiter sehr ausgeglichen ist und es nur zwei DM-Plätze gibt, kein leichtes Unterfangen. Unkonzentriertheiten, das ist den Ahlhornerinnen klar, dürfen sie sich an keinem Spieltag erlauben.

SV Düdenbüttel

Das Ziel Klassenerhalt steht wieder an oberster Stelle. Wie bereits auf dem Feld haben die SVD-Frauen dabei mit Personalproblemen zu kämpfen. Aus der seit über vielen Jahren bestehenden Kernmannschaft stehen mit Jana Dubbels, Anna-Lena Rathjens, Lea Peters und Franziska Eckhoff nur vier Spielerinnen zur Verfügung. Sarah Guldan und Lena Brünjes befinden sich in Babypause, der Nachwuchs - Deutscher U19-Vizemeister auf dem Feld - will als Mannschaft geschlossen in Liga zwei Spielen. Somit werden an jedem Spieltag Spielerinnen aus dieser zweiten Mannschaft oder aus dem Kreis der „Ehemaligen“ aushelfen.

TK Hannover

Was für eine starke Feldsaison für die Frauen des TK Hannover: Erstmalig konnte die Mannschaft in dieser Besetzung den dritten Tabellenplatz erreichen. Den Schwung gilt es nun auf den Hallenboden mitzunehmen und an die gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Dafür konnte man beim Vorbereitungsturnier in Brettorf trotz kleiner Besetzung gegen die direkte Bundesligakonkurrenz verschiedene Aufstellungen ausprobieren und bereits wichtige Erkenntnisse sammeln. Personell bleiben die Klubberinnen unverändert, lediglich Annika Kohrs wird erst am zweiten Spieltag ins Team zurückkehren, nachdem sie drei Monate im Ausland gearbeitet hat. Ziel für die Hallensaison ist es - wie im Feld - oben mitzuspielen.

SV Moslesfehn

In der Feldsaison sollten in erster Linie die beiden Neuzugänge Anna Carstens (Wardenburger TV) und Anna Keyser (Ahlhorner SV) in das Moslesfehner Spiel integriert werden. Das ist gelungen und macht Hoffnung auf die anstehende Spielzeit unter dem Hallendach. Denn hier haben „die Mossis“ Anfang März einen Höhepunkt vor der Brust. In eigener Sporthalle findet die Deutsche Meisterschaft der Frauen statt, der SVM hat als Ausrichter das Ticket für die nationalen Titelkämpfe bereits sicher. Dennoch lautet das ausgegebene Ziel, sich neben der spielerischen Vorbereitung auf das DM-Wochenende sportlich für die Meisterschaft zu qualifizieren - auch wenn das bei der starken Konkurrenz alles andere als einfach wird.

VfL Kellinghusen

Sie sind eine feste Größe in der Faustball-Bundesliga der Frauen: die Spielerinnen vom VfL Kellinghusen. Sie starten am Wochenende in ihre achte Bundesliga-Saison in Folge und sind damit aus dem Oberhaus kaum noch wegzudenken. Personell hat sich im Vergleich zur Feldsaison kaum etwas verändert. Das Trainer-Duo Torbjörn Schneider und Marten Kabbe muss einzig auf Vemke Voß verzichten, die aktuell ein Auslandssemester absolviert. Ansonsten präsentierte sich der VfL bereits in den Vorbereitungsturnieren in guter Form, setzte sich unter anderem in Brettorf gegen die Bundesliga-Konkurrenz durch. Das lässt das Team hoffen, das gesteckte Ziel, einen Platz in der oberen Tabellenhälfte, zu erreichen.

TV Brettorf

Personell hat sich im Vergleich zum Sommer im Team wenig geändert. Der Stamm aus Laura Marofke, Karen Kläner, Jule Weber, Ida Hollmann und Laura Cording bleibt bestehen, dazu werden Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft das Team an den Spieltagen unterstützen. Traditionell liegt den Brettorferinnen die Hallensaison etwas besser, das unterstrich nicht zuletzt der zweite Platz beim Vorbereitungsturnier in eigener Halle. Daher ist es wohl wenig überraschend, dass der TVB als Ziel ausgegeben hat, wieder in die obere Tabellenhälfte vorzurücken.

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