Herausragende Talente fördern

„De-Bruycker-Stiftung – Bürgerstiftung der Stadt Schneverdingen“ : Bettina Limberg übergibt an Heiner Wajemann

Herausragende Talente fördern

Vor 20 Jahren wurde aus dem Nachlass von Caecilie de Bruycker die „De-Bruycker-Stiftung – Bürgerstiftung der Stadt Schneverdingen“ gegründet. Von Beginn an hat Bettina Limberg diese begleitet. Jüngst ist sie auf eigenen Wunsch aus dem Stiftungsvorstand ausgeschieden. Ein guter Anlass für eine Rückschau auf die vergangenen beiden Jahrzehnte.

Als Assistenz einer Rechtsanwaltskanzlei war Limberg damals damit beschäftigt, den letzten Willen von Caecilie de Bruycker umzusetzen, nämlich aus deren Nachlass eine Stiftung zu formen, die sich als Bürgerstiftung in Schneverdingen etabliert. Der etwas sperrige Name der Stiftung hatte dabei durchaus Sinn und Berechtigung, denn das Atelier auf dem Höpenberg ist ein Stück Schneverdinger Geschichte. Das wissen nicht nur die Bürgerinnen und Bürger aus der Heideblütenstadt zu schätzen, zumal dort nicht nur eine Dauerausstellung der Malerfamilie de Bruycker zu sehen ist. Neben dem optischen Genuss gibt es im Atelier auch seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Schneverdinger Kulturverein klassische Konzerte, die überregional Publikum anziehen und für die Gondrand de Bruycker Künstlerinnen und Künstler jeweils selbst auswählt.

Der Name der Familie ist in Schneverdingen und darüber hinaus bekannt. Gleichwohl dient die Stiftung nicht der Familie de Bruycker, sondern den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Schneverdingen durch die Förderung von Kunst und Kultur, aber eben auch durch die Pflege des künstlerischen Lebenswerkes der seit mehr als 100 Jahren auf dem Höpenberg ansässigen Familie. Neben der Präsentation der Kunstwerke aus dem Nachlass von Caecilie de Bruycker vergibt die Stiftung bereits seit 2008 alle zwei Jahre einen bedeutenden Kunstpreis, der in den vergangenen Jahren stets zur Hälfte überregional und zur Hälfte regional gestiftet wurde. Die Teilnahme an Wettbewerben ist für junge Künstlerinnen und Künstler auf ihrem Weg zur künstlerischen Selbstständigkeit eine wichtige Einnahmequelle, die ähnlich wirkt wie ein Stipendium: Trotz fehlender regelmäßiger Einkünfte können sie ihr Studium fortsetzen und meisterliche Fähigkeiten erlangen, statt ihre Zeit und Kraft dem Broterwerb außerhalb der eigentlichen künstlerischen Laufbahn widmen zu müssen. Im September vergangenen Jahres stand die jüngste Preisvergabe der Stiftung auf dem Höpenberg auf dem Programm. Etwa 50 Gäste verfolgten damals ein begeisterndes Konzert zweier junger Künstler, die durch den Stiftungspreis gefördert werden.

„Stiftungen leben von Zustiftungen. Je mehr Zustiftungen es gibt, desto größer sind für uns die finanziellen Möglichkeiten, junge Menschen im Rahmen ihrer künstlerischen Laufbahn zu fördern. Jede und jeder Einzelne könne durch einen kleinen Beitrag an die Stiftung zur Unterstützung der herausragenden Talente beitragen“, erklärte Gondrand de Bruycker.

Schneverdingens Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens, Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, unterstrich bei der Verabschiedung von Bettina Limberg dieses Wirken der Stiftung, die Limberg engagiert begleitet hat, und die der Stiftung gleichzeitig in 20 Jahren ehrenamtlich und unentgeltlich mit ihrem juristischen Sachverstand zur Seite stand. Gleichzeitig freute sich Moog-Steffens, dass mit Dr. Heiner Wajemann ein lokal kundiger und engagierter Nachfolger durch Familie de Bruycker zur Mitarbeit im Stiftungsvorstand vorgeschlagen und kürzlich vom Verwaltungsausschuss der Stadt Schneverdingen berufen worden sei. Mit der Nachbesetzung des Vorstandes durch Wajemann werde die Bürgerstiftung auch weiterhin einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur Kulturförderung in Schneverdingen leisten.

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