„Hervorragende Arbeit“

„Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung“: Schneverdinger Verein zur Pflege Hilfsbedürftiger ausgezeichnet

„Hervorragende Arbeit“

Über eine besondere Auszeichnung freute sich am vergangenen Mittwoch der Verein zur Pflege Hilfsbedürftiger in Schneverdingen, erhielt er doch in der Kategorie Altenpflege die „Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung“, die mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden ist, das wiederum der Ausbildung im Verein zugute kommen soll. In einer kleinen Feierstunde überreichte Melanie Walter, Abteilungsleiterin Berufliche Bildung im niedersächsischen Kultusministerium, die Urkunde, die Praxisanleiterin Sabine Sander stellvertretend für das Team des ambulanten Pflegedienstes entgegennahm. In der Coronakrise musste die Feier in etwas kleinerem Rahmen über die Bühne gehen, „doch das schmälert unsere Freude nicht“, so Ulrike Röhrs, stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins zur Pflege Hilfsbedürftiger.

In ihrer Begrüßungsrede stellte Röhrs dem Gast aus dem Kultusministerium das Team vor und erläuterte kurz die Aufgaben des Vorstandes um 1. Vorsitzenden Wolfgang Eimer und 2. Vorsitzende Lore Baden, der Geschäftsführerin Monique Heinrich und der beiden Pflegedienstleitungen Petra Foth und Sylvia Schultz. Letztere stellten sich Tag für Tag der Herausforderung, „die Belange der Mitarbeiter und die Bedürfnisse der Klienten unter einen Hut zu bringen und parallel die Dienstplanung so zu organisieren, dass die Auszubildenden nicht überfordert werden, an Fortbildungen teilnehmen können und entsprechend ihren Kompetenzen Verantwortung übertragen bekommen - und das alles in einer Situation, in der wir täglich Klientenanfragen ablehnen müssen. Das ist eine super Leistung“, lobte die stellvertretende Geschäftsführerin.

Maßgeblich am Erfolg der Ausbildungen sei Praxisanleiterin Sabine Sander beteiligt. „Sie ist wie eine Mutter zu den Auszubildenden und über das Maß hinaus engagiert“, betonte Röhrs. Und weiter: „Die Auszubildenden werden da abgeholt, wo sie stehen. Nicht umsonst werden wir von den Berufsbildenden Schulen gefragt, ob wir Praktikanten übernehmen, die in anderen Betrieben stranden.“ Sabine Sander sei „ein echter Teamplayer“, wirke in den Arbeitsgruppen der BBS mit „und ihre Kompetenz ist auch in der Krankepflegeschule gefragt.“

Stellvertretend für alle Fach- und Pflegekräfte würdigte Röhrs auch das Engagement von Anja Dembek, „denn nur unter Anleitung einer kompetenten Pflegefachkraft auf Tour kann auch das notwendige Wissen vermittelt werden. Da sind die Auszubildenden in guten Händen.“ Auszubildende sind derzeit Daniel Kohrs, Nothabo Nkomo, Ann-Kristin Reese-Vettermann und Paul Gernand. „Mit unseren vier Auszubildenden setzen wir ein Zeichen für Integration, wir ermöglichen Ausbildung und Kinderbetreuung im Schaukelpferd und Digitalisierung wird bei uns großgeschrieben“, unterstrich die stellvertretende Geschäftsführerin. Dass sich die Auszubildenden gut aufgehoben fühlten, spiegelten auch die Imagefilme des Vereins zur Pflege Hilfsbedürftiger wider.

Die „Niedersächsische Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung“ wurde im Rahmen des Bündnisses für Duale Ausbildung bereits zum vierten Mal durch das niedersächsische Kultusministerium vergeben und stellt die grundsätzliche Bedeutung der Ausbildung für die Gesellschaft in den Mittelpunkt. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr je ein Betrieb in den vier Kategorien Handwerk, Industrie und Handel, Land- und Hauswirtschaft sowie Altenpflege. Die Kriterien der Auszeichnung setzen sich zusammen aus der Anzahl der Auszubildenden in den vergangenen drei Jahren, der Kontinuität und dem Erfolg der Ausbildung, dem regionalen und sozialen Engagement, der Anzahl der besetzten Praktikumsplätze in den vergangenen drei Jahren sowie der Implementierung dualer Ausbildungsprozesse in die Ausbildung. Von besonderem Interesse sind zudem gelungene Beispiele der Integration von betrieblichen Digitalisierungsprozessen in die Ausbildung. Vorschlagsberechtigt in der Kategorie Altenpflege war die Pflegekammer Niedersachsen. Als Vertreterin des Kultusministeriums machte Walter in der Feierstunde deutlich, dass der Verein zur Pflege gerade mit Blick auf Digitalisierung, Kinderbetreuung, Integration und Öffentlichkeitsarbeit gepunktet und die Auszeichnung daher „wirklich verdient“ habe.

In einer Mitteilung zur Verleihung der Auszeichnung betonte Nieder-sachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Es zählt die Verlässlich- und Beständigkeit in der Region. Und hier leistet eine Vielzahl von niedersächsischen Betrieben seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit, bildet junge Menschen kontinuierlich aus und bietet ihnen damit Perspektiven.“ Das Ausbildungsjahr 2020 dürfe durch die Corona-Pandemie weder für die Jugendlichen noch für die Betriebe im Hinblick auf den Fachkräftebedarf verloren gehen. „Daher gilt es, die bestehenden Strukturen der Partner der dualen Berufsausbildung zu nutzen und zu unterstützen“, so der Minister mit Blick auf den „Aktionsplan Ausbildung“ des Kultusministeriums.

Logo