Klangfarben und bunte Shirts

Schneverdinger Rock- und Popchor „Rechoir“ singt sich durch Corona-Krise

Klangfarben und bunte Shirts

„Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen“ - ein Zitat des deutschen Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767). In der Corona-Krise wurde allerdings allen, die gern gemeinsam singen oder musizieren, der Boden unter den Füßen weggerissen. Und so freuen sich die Mitglieder des Schneverdinger Rock- und Pop-Chores „Rechoir“, dass sie seit einigen Wochen wieder in voller Stärke proben dürfen - und nun auch wieder in Innenräumen.

„Leider war das Wetter in den ersten Wochen noch nicht besonders sommerlich. Umso besser, dass der momentane Probenort überdacht ist“, berichtet Chorleiterin Lena Teßmann. „Wir sind dem Café Höpen-Idyll sehr dankbar, dass wir die große Terrasse nutzen können.“ In der Tat bringt die Überdachung nicht nur Schutz vor Regen, sondern hilft auch dem Gesamtklang. Alle Chorsängerinnen und -sänger sind froh, sich wieder von Angesicht zu Angesicht sehen zu können.

Das vergangene halbe Jahr Zwangspause konnten die Sängerinnen und Sänger dank moderner Technik überbrücken, so dass in Sachen Austausch keine Funkstille herrschte. Immer mittwochs gab es virtuelle „Treffen“, bei denen geschnackt und gesungen wurde. Zudem gab es Online-Workshops, außerdem kreierten die Mitglieder ein Logo für den Rock- und Popchor.

Klangfarben sind die eine Sache, doch seit kurzem bringen die sangesfreudigen Heidjerinnen und Heidjer auch in optischer Hinsicht Farbe ins Spiel. Sie haben ihre bunten Chor-T-Shirts erhalten, die während der digitalen „Zusammenkünfte“ gemeinsam mit den Mitgliedern ausgesucht worden sind. Auch darüber hinaus ist in Bewegung in die Sache gekommen: Die Sängerinnen und Sänger studierten Choreografien ein und stellten ein Repertoire zusammen, um damit künftig Konzerte geben zu können. Übungsvideos und kreative Beiträge zu Weihnachten und Ostern haben die Zeit bis zum Wiedersehen verkürzt. „Die Kreativität war so manches Mal erstaunlich. Es war zwar nicht wie analoges Proben, aber man hat sich besser kennengelernt. Durch die wöchentlichen Treffen am Computer, Tablet oder Smartphone ist der noch junge Chor trotz der räumlichen Trennung zusammengewachsen“, freut sich Teßmann.

Sogar neue Songs haben die Mitglieder erarbeitet. Hierfür hat die Chorleiterin die einzelnen Stimmen aufgenommen und per E-Mail verschickt. Zu Hause wurde dann fleißig geübt und das Ergebnis auf Handy aufgenommen. Bei Unsicherheiten stand die Fachfrau dann, ebenfalls online, mit Rat und Tat zur Seite. „Die einzelnen Dateien habe ich schließlich zusammengeschnitten und es sind beachtliche Ergebnisse entstanden“, ist Teßmann zufrieden. Im Vordergrund solle bei „Rechoir“ aber stets der Spaß am gemeinsamen Singen stehen - „und den haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf jeden Fall.“

Zwar haben einige wenige Mitglieder den Chor im Lockdown verlassen, jedoch sind alle Verbliebenen zuversichtlich, dass der oder die eine oder andere den Weg in die Gemeinschaft zurückfinden wird. Neue Gesichter sind stets willkommen und zum „Hineinschnuppern“ eingeladen - und zwar jeweils mittwochs um 19.30 Uhr. Ab 7. Juli stehen die Chorproben wieder in der Schützendiele auf dem Programm. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon (05193) 9664428 oder unter 0173-2521970 sowie über die Internetseite www.lena-tessmann.de.

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