Kultur der Anerkennung

Ehrennadel verliehen: Schneverdingens Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens zeichnete im Bürgersaal der Freizeitbegegnungsstätte (FZB) vier Bürger für deren ehrenamtliches Engagement aus.

Kultur der Anerkennung

Meike Moog-Steffens zeichnete vor kurzem im feierlichen Rahmen im Bürgersaal der Freizeitbegegnungsstätte (FZB) vier Bürgerinnen und Bürger der Stadt für deren ehrenamtliches Engagement aus. Die Bürgermeisterin der Heideblütenstadt verlieh unter dem Applaus zahlreicher Gäste die Schneverdinger Ehrennadel an Friedrich Heine, Harry Wöllmer und Heiko Schröder. Heinrich Ravens wird seine Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. „Es hat bei uns längst Tradition, unsere Ehrenamtler einmal im Jahr auszuzeichnen. Uns allen liegt viel daran, die Kultur der Anerkennung und der Würdigung des vielfältigen bürgerschaftlichen Engagements in Schneverdingen hochzuhalten und zu pflegen“, betonte die Bürgermeisterin in ihrer Ansprache.

Friedrich Heine stand von Juni 1990 bis Juni 2015 zunächst als stellvertretender Stadtdirektor und später als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters beziehungsweise der Bürgermeisterin im Blickpunt der Öffentlichkeit. Als Kämmerer war er auch stets für die kommunalen Finanzen zuständig. Besonders stark ist Heine im Verein für Diakonie engagiert - seit 26 Jahren im Vorstand und seit 22 Jahren als Vorsitzender. „Friedrich Heine hat seine Prinzipien: Er mahnte stets zur Sparsamkeit und warnte vor möglichen Folgen hoher Investitionen und Krediten. Es geht ihm auch nicht um kurzfristigen Erfolg, sondern darum, langfristig dafür geradestehen zu können. Vereinfacht also, Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen“, so die Bürgermeisterin in ihrer Laudatio. Heine habe es geschafft, daß der Verein und damit das Alten- und Pflegeheim Tannenhof und die Hausgemeinschaften Wiesentrift eigenständig geblieben seien: „Der Verein wird nicht fremdgesteuert. Das erwirtschaftete Geld bleibt vor Ort.“ Zudem sei Heine seit 1995 Mitglied des Lions-Clubs Schneverdingen und dort als Schatzmeister tätig. Darüber hinaus sei er seit 17 Jahren im Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Schneverdingen aktiv, ebenfalls als Schatzmeister. Seit 2017 engagiere er sich zusätzlich im Projekt „Kommune Inklusiv“ von Aktion Mensch - und zwar als Vorsitzender der Steuerungsgruppe. Im Stadtmarketing- beziehungsweise Cittaslow-Prozeß wirke Heine in den Arbeitskreisen Soziales und Wohnen sowie Tourismus mit.

Eine Ehrennadel ging auch an Feuerwehrmann Harry Wöllmer, seit 1993 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schneverdingen. „Harry Wöllmer hat sich immer voll reingehängt und war stets bereit, Verantwortung zu übernehmen“, so Moog-Steffens. Seit 1998 sei Wöllmer als Zugführer eingesetzt und gehöre in der Schneverdinger Feuerwehr zur engeren Führungsmannschaft. Wöllmer habe in der Wehr die wichtige Funktion des Atemschutzbeauftragten ausgeübt, also Atemschutzausbildung betrieben. „Außerdem war er auch in der Strahlenschutzgruppe tätig sowie in der Umweltbereitschaft, engagierte sich also für die Kreisfeuerwehr“, berichtete die Bürgermeisterin. Seinen aktiven Dienst auf den Löschfahrzeugen habe Wöllmer im Jahr 2017 beendet, sei seither Mitglied der Altersabteilung und kümmere sich weiter um die Nachwuchsförderung der Ortsfeuerwehr. Er sei auch weiterhin in seiner Funktion als Brandschutzerzieher aktiv - ein Amt, das er seit nahezu 20 Jahren ausübe. Außerdem organisiere Wöllmer die jährlich laufenden Ferien(s)paßaktionen der Feuerwehr und setze sich ebenfalls im Projekt „Kommune Inklusiv“ als Projektpartner der Feuerwehr für das Gemeinwohl ein. Unter anderem sei Wöllmer Träger des Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Bronze.

Im Christlichen Verein junger Menschen (CVJM) und im Verein für Diakonie engagiert sich seit vielen Jahren Heiko Schröder ehrenamtlich. Seit 1977/1978 wirkte er in der Predigtwerkstatt von Wolfgang Wattjes als Jugendgruppenmitglied im CV-Heim mit, 1979 folgte seine Mitarbeit im Ortsjugendkonvent der Evangelischen Jugend Schneverdingen. Er war Mitinitiator der Altpapiersammlung des CVJM Schneverdingen und hat 20 Jahre selbst mit gesammelt. Nach der Neugründung des CVJM war Schröder ab 1984 als Kassenwart im Vorstand tätig und von 1993 bis 2000 Vorsitzender. Über 26 Jahre betreute Schröder zusätzlich das Zeltlager Offendorf. Im Verein für Diakonie arbeitet Schröder seit mehr als 15 Jahren mit dem Schwerpunkt Finanzen mit. Seit Gründung der neu organisierten Diakoniestation Schneverdingen-Neuenkirchen gGmbH im Jahr 2006, in der der Verein für Diakonie als Mehrheitsgesellschafter neben den vier Kirchengemeinden der Region mit vier Personen aus dem Vorstand vertreten ist, ist Schröder Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. „Seine Fachkunde als Banker ist in dem seit Einführung der Pflegeversicherung immer stärker wachsenden und vom Wettbewerb bestimmten Markt besonders hilfreich“, so Moog-Steffens. In früheren Jahren war der verheiratete Familienvater auch im Kirchenvorstand der Gemeinde Peter und Paul aktiv.

Für sein Engagement insbesondere im Sportbereich erhält Heinrich „Hein“ Ravens die Ehrennadel. Er konnte die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen, da er mit dem Heberaner Fanclub „Die Heidschnucken“ beim Biathlon-Weltcup im bayerischen Ruhpolding mitfieberte - wie bereits seit 30 Jahren. Seit fünf Jahrzehnten ist Ravens für die Sportgemeinschaft Heber/ Wolterdingen ehrenamtlich tätig und dabei als Jugendbetreuer und -trainer aktiv an der Entwicklung des Fußballnachwuchses beteiligt. Er brachte der neuen Spielgemeinschaft 1968 gleich im Gründungsjahr den ersten Erfolg, als er gemeinsam mit Werner Köster die Jugendspielgemeinschaft mit der SG Wintermoor zum Staffelsieg coachte. „Als Betreuer von Jugendmannschaften war Heinrich Ravens nicht nur ein erfahrener Fußballer, der früher selbst aktiv war, sondern auch einer mit besonderer Begabung. Er sorgte mit seiner liebevollen Art im Umgang mit Kindern für eine tolle Atmosphäre“, so Moog-Steffens. Neben seiner Tätigkeit als Trainer war und ist Ravens besonders als Platzwart in Heber bekannt. Seit 50 Jahren, nämlich seit der Eröffnung des 1. Sportplatzes in Heber, ist er für die Pflege der beiden Fußballfelder zuständig. „Mit seiner aufopferungsvollen Arbeit bietet er allen Mannschaften und Akteuren der SG Heber/ Wolterdingen erstklassige Bedingungen“, lobte die Bürgermeisterin. Nicht umsonst heiße es in der Ortschaft: „Hein Ravens wohnt auf dem Sportplatz.“

Zudem kümmere sich Ravens um den pflege- und wartungsbedürftigen „Dorfbesitz“ in Heber, helfe zum Beispiel bei der Sanierung von Parkbänken, Renovierungsarbeiten am Mauerwerk des Kriegerdenkmals oder auch beim Anstreichen der Brückengeländer an der Böhme. Ravens wirke zudem in vielen weiteren Bereichen der Dorfgemeinschaft mit und sei förderndes Mitglied im Schützenverein Heber, im Tennisclub Heber, in der Kyffhäuser Kameradschaft Heber, in der Ortsfeuerwehr und habe den „Club der Junggesellen“ gegründet.

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