Kultur rund um „Heidezauber“

Verlängerung der Heideblütensaison: Rund um die fünftägige Veranstaltung „Heidezauber“ des Schneverdinger Kulturvereins im Oktober gibt es diesmal ein Kulturprogramm mit Lesungen, Vorträgen, Führungen und Live-Musik

Kultur rund um „Heidezauber“

Auf beeindruckende Licht- und Klanginstallationen des Regisseurs Wolfram Lenssen dürfen sich die Besucher der Veranstaltung „Heidezauber“ des Schneverdinger Kulturvereins freuen, die unter dem Motto „Große Reise“ vom 2. bis 6. Oktober am Heidegarten in Schneverdingen auf dem Programm steht (HK berichtete). Erstmals gibt es rund um den „Heidezauber“ weitere Kulturveranstaltungen außerhalb des Veranstaltungsgeländes.

Außerdem gehören diesmal auch geführte Nachtwanderungen zum Rahmenprogramm. Dazu laden die „Heide-Geister“ für Donnerstag, den 3. Oktober, sowie Samstag, den 5. Oktober, ein. Interessierte werden vom Hotel Camp Reinsehlen aus auf einer rund drei Kilometer langen Strecke zum Veranstaltungsgelände geführt. Auf dem Weg erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Heide und hören Sagen und Lieder. Treffpunkt ist jeweils um 20 Uhr am Hoteleingang. Für Besucher des „Heidezaubers“ ist das Angebot kostenfrei.

Auf dem Veranstaltungsgelände am Heidegarten bietet das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren zwischen 20 Uhr und 21.30 Uhr umweltpädagogischen Angebote zum Thema „Nachtreisen: Wie unsere Tiere durch die Nacht wandern“ an. Zudem gibt es wieder den „Heidezauber“-Fotowettbewerb, bei dem Geldpreise winken. Wer sich stärken oder den Durst löschen möchte, findet am Schafstall am Heidegarten zum Veranstaltungsthema „Große Reise“ etliche kulinarische Angebote - und zwar vorwiegend regionale Produkte. „Wir wollen erreichen, daß Besucher in Schneverdingen übernachten und neben dem ‚Heidezauber‘ auch eine oder mehrere der anderen Veranstaltungen besuchen“, erläuterte jüngst Hartmut Fach vom Schneverdinger Kulturverein. Außerhalb vom Veranstaltungsgelände stehen deshalb in Kooperation mit den Hotels und Gastronomiebetrieben weitere Kulturveranstaltungen auf dem Plan, quasi zur Verlängerung der Heideblütensaison: So gibt es am Mittwoch, dem 2. Oktober, um 19 Uhr die musikalische Lesung „Der Kleine Prinz“ mit der Schauspielerin Liza Tzschirner und der Sängerin Yasmin Reese im Hotel Camp Reinsehlen. Am Donnerstag, dem 3. Oktober, um 11 Uhr beginnt eine Führung durch das Camp Reinsehlen zum Thema „Auf den Spuren der Vergangenheit und Gegenwart“. Reinhard Mitterhuber vermittelt den Teilnehmern in dieser „Zeitreise“ interessante Infos über den ehemaligen Militärflughafen, das Flüchtlingslager und die nachmilitärische Nutzung des Geländes. Um 16 Uhr wird eine geführte Wanderung durch das Pietzmoor angeboten. Um 20 Uhr folgt eine „Heidefluch“-Krimi-Lesung mit den Autorinnen Kathrin Hanke und Claudia Kröger im Hotel Landhaus Höpen, zeitgleich beginnt im „La Habana“ ein Jazz-Konzert mit dem „Quartett Bleue“ und anschließender „Jam-Session“.

„Der Biophilia-Effekt - Heilung aus dem Wald“ - so lautet der Vortrag des Landschaftsökologen und Pflanzenwissenschaftler Clemens G. Arvay, der am Freitag, dem 4. Oktober, um 20 Uhr auf dem Theeshof auf dem Plan steht. Dort beginnt zudem am Samstag, dem 5. Oktober, um 19.30 Uhr das traditionelle „AcoustiX“-Festival. Die Planungen der „Heidezauber“-Veranstaltung haben bereits im September vergangenen Jahres begonnen. Eine Arbeitsgruppe, der 16 engagierte Heidjer angehören, trifft sich regelmäßig. Dieser gehören unter anderem auch Resa Domurath von der Stadt Schneverdingen, Anke von Fintel vom Landkreis Heidekreis und Martina Klein von der Schneverdingen-Touristik an. Im Jahr 2016 waren rund 90 Helferinnen und Helfer an den fünf Veranstaltungstagen auf den Beinen. In dieser Größenordnung wird sich die Zahl der Ehrenamtlichen auch in diesem Jahr bewegen. „Wer mithelfen möchte, kann sich gern an den Kulturverein wenden“, so Fach.

Weil die Zahl der Parkplätze in der Umgebung des „Heidezauber“-Geländes begrenzt ist, appelliert der Kulturverein schon jetzt an die Einheimischen, „das Fahrrad zu nehmen oder sich zu Fuß auf den Weg in den Höpen zu machen.“ Eventuell werde es einen Shuttlebus-Service geben. „Hier sind wir aber noch in Verhandlungen“, berichtete Dorothee Schröder, Geschäftsführerin des Kulturvereins. Fach betonte, daß „Heidezauber“-Besucher an den Abenden nicht pünktlich zur Eröffnung um 19.30 Uhr am Eingang stehen müßten. Durch diese Ballung habe es bei der Premiere 2016 Warteschlangen gegeben. Er empfehle daher, im Vorfeld eine der Kulturveranstaltungen zu besuchen: „Wer später zum ‚Heidezauber‘ kommt, verpaßt nichts.“

Der Kulturverein weist darauf hin, daß das Gelände barrierefrei ist. Für Menschen mit Gehbehinderung werden kostenfrei sogenannte Joëletten zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um geländegängige Rollstühle. Eine Voranmeldung wird empfohlen. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Juli. Dann soll auch die „Heidezauber“-Broschüre, die einen Lageplan und die Aufführungszeiten enthalten wird, erhältlich sein. Weitere Informationen rund um die Veranstaltung gibt es im Internet unter der Adresse www.heidezauber.hk.

Apropos Internet: Der Kulturverein wird die Veranstaltung intensiv in sozialen Netzwerken bewerben und begleiten. Dazu Johannes Gerken, der beim Kulturverein für den Bereich „social media“ verantwortlich zeichnet: „Neben Facebook werden wir auch Twitter sowie Instagram bestücken und auch live berichten.“

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