Kulturverein Schneverdingen: Rund 7.500 Besucher beim „Heidezauber“

Organisator Hartmut Fach: „Wiederholung nicht ausgeschlossen“

Kulturverein Schneverdingen: Rund 7.500 Besucher beim „Heidezauber“

Es sprühten die Funken am vergangenen Mittwochabend bei der Eröffnung der Großveranstaltung „Heidezauber“ am Heidegarten in Schneverdingen. Ursache war glücklicherweise kein Kurzschluß, vielmehr zündeten Theaterregisseur und Lichtkünstler Wolfram Lenssen vom „Forum InterArt“ und Dr. Carsten Bargmann, Chef des Schneverdinger Kulturvereins, Wunderkerzen an, um mit den knisternden Sternsprühern offiziell den Startschuss zu geben. Zahlreiche Gäste waren der Einladung des Kulturvereins in den Schafstall am Heidegarten gefolgt, darunter neben Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens und Heidekönigin Johanna Stuhlmacher samt Ehrendamen auch zahlreiche Helfer und Sponsoren. Im Rahmen der Feier kamen die kreativen Köpfe, Organisatoren und Unterstützer zu Wort, wobei Moderator Frank Jonas durch den Abend führte.

Wolfram Lenssen und sein Team vom „Forum InterArt“ in Dortmund hatten wieder faszinierende Licht- und Klanginstallationen in die Natur am Schneverdinger Heidegarten gezaubert. In der Feierstunde gab Lenssen zu, von der Technik „keine Ahnung zu haben.“ Er nutze sie jedoch, „um Licht so einzusetzen, dass es emotionalisiert.“ Als Nordrhein-Westfale sei die Heide für ihn etwas Außergewöhnliches. Ihm gehe es darum, Bäume und Baumgruppen sowie „den besonderen Landschaftskörper“ mit Licht und Klang in Szene zu setzen. Lenssen und seine Mannschaft hatten dies bereits bei der „Heidezauber“-Premiere vor drei Jahren getan, diesmal aber noch einiges „draufgepackt“.

Auch der Kulturverein um den Ideengeber, Organisator und früheren Vorsitzenden Hartmut Fach hatte sich zum Ziel gesetzt, die Veranstaltung um weitere Veranstaltungen und Attraktionen zu bereichern.

Daher flankierten diesmal zusätzliche Kulturveranstaltungen an verschiedenen Orten in Schneverdingen die Hauptveranstaltung, zudem gab es auf dem Veranstaltungsgelände selbst diesmal auch ein Kinderprogramm der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz und geführte Nachwanderungen. Und als weitere Neuerung waren Protagonisten des Stelzen- und Maskentheaters Waldwesen mit illuminierten Kostümen im Dunkeln unterwegs. Direkt am Heidegarten führten Mitglieder der Theatergruppe „Calluna-Bühne“ viermal pro Abend ein eigens geschriebenes Stück zum Thema „Große Reise“ auf. Diesmal erhielten sogar TV-Zuschauer Einblicke in das Geschehen in der Heide, da der NDR am ersten Abend live berichtete. „Wir sind zufrieden, die Besucherzahlen sind gut“, zog Hartmut Fach am heutigen Montag, dem 7. Oktober, eine erste Bilanz. Über alle Abende verteilt habe der Kulturverein rund 6.000 zahlende Besucher gezählt. „Weil Kinder bis 14 Jahren freien Entritt hatten, schätzen wir, dass etwa 7.500 Besucher beim Heidezauber waren“, so der Organisator.

Einen Einbruch der Besucherzahlen habe es allerdings am Freitag gegeben, „denn der“, so Fach, „war komplett verregnet. Da waren nur um die 200 Besucher auf dem Gelände.“ Erfreulich sei, dass die Technik trotz des Regens funktioniert habe: „Sie hat komplett durchgehalten“. Unter der Nässe gelitten hatten indes die 250 Kerzen, die, in Gäsern vor Wind geschützt, den Besuchern den Weg von Station zu Station wiesen. „Hier haben viele Freiwillige dabei geholfen, sie wieder zum Brennen zu bekommen. Dazu haben wir den gesamten Samstagnachmittag gebraucht“, berichtete Fach. Ein Lob richtete er nicht nur an die knapp 90 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, sondern auch an die Besucher: „Es ist alles friedlich verlaufen, es war eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Die Leute haben aufeinander Rücksicht genommen - genauso, wie wir uns das gewünscht haben.“

Der Organisator weiter: „Finanziell sind wir im grünen Bereich.“ Wird es also in drei Jahren wieder einen farbenfrohen Heidezauber geben? „Ich kann mir das durchaus vorstellen“, erklärte Fach: „Eine Wiederholung ist aus meiner Sicht nicht ausgeschlossen.“

Logo