Kunst im satten Grün, umrahmt von blumigen Farbtupfern

Skulpturengarten in Schneverdingen an Wochenenden für Interessierte geöffnet

Kunst im satten Grün, umrahmt von blumigen Farbtupfern

Auch Künstlerinnen und Künstler, Unternehmen und Selbständige aus der Kultur und Kreativwirtschaft hat die Corona-Krise bis ins Mark getroffen. Die Schneverdinger Malerin und Bildhauerin Lilo Schmidt-Wiedenroth und Künstler Ingo Schreiber haben die „Zwangspause“ dazu genutzt, den Skulpturengarten hinter dem „Atelier im Hof“ und der Galerie „Rotes Sofa“ in der Oststraße 6 weiter aufzuhübschen und um zusätzliche Exponate zu bereichern. Nach einer umfassenden Rasen- und Gartenpflege sowie verschiedenen Gestaltungsmaßnahmen, unter anderem wurde die Terrasse am Gartenteich erneuert, kommen die verschiedenen Skulpturen und Objekte nun im satten Grün der „Oase“ besonders schön zur Geltung. Für kleine Farbtupfer sorgen neu angepflanzte Blumen. Und so freut sich das Künstlerpaar nun auf interessierte Besucher, die sich am Pfingstsamstag und -sonntag und auch an den folgenden Wochenenden jeweils von 14 bis 18 Uhr in entspannter Atmosphäre von Kunst begeistern und inspirieren lassen möchten.

Blickfang im Zentrum des Gartens ist die 3,50 Meter hohe Metallskulptur von Ralf Leidinger, die im Dunkeln illuminiert wird. Ins Auge fallen auch die farbenfrohen Totomi-Skulpturen von Florence Romberg. Die in Bordeaux in Frankreich geborene Künstlerin arbeitet seit 2010 in ihrem Atelier in Buchholz in der Nordheide als bildende Künstlerin. Ihre plastischen, großformatigen Totomi-Objekte haben einen hohen Wiedererkennungswert. Jedes Objekt wird aus einer Rohform aus Ton oder Gips von der Künstlerin eigens hergestellt, in kleinsten Auflagen in einem aufwendigen Verfahren laminiert und einzeln bemalt. Einen ganz anderen Stil haben die liebevoll gestalteten Acrylatskulpturen von Marlies Fromm. Mit Holz und Metall arbeitet hingegen Wolfgang Cordes. Auch seine fliesenbestückten Skulpturen sind Hingucker. Weitere Objekte und Skulpturen stammen unter anderem von Peter Möller Bredlow, Peter Federer, Friedhelm Röttgers , Stefan Scharringhausen, Anne Christine Reetz und Bärbel Balz. Auch Gastgeberin Lilo Schmidt-Wiedenroth präsentiert verschiedene Skulpturen, so zum Beispiel den „Kugelbaum“.

Zu sehen sind auch mehrere Skulpturen des deutschen Bildhauers Peter Brauchle, der seit 1997 freischaffend tätig ist und in Lustadt, einer ältesten Siedlungen im vorderpfälzischen Raum, lebt und arbeitet. Für seine Skulpturen verwendet er bevorzugt die Materialien Bronze, Aluminium, Stein und Beton, arbeitet aber auch mit Latex. Große Skulpturen und Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum gehören ebenso zu seinem Portfolio wie kleine, filgrane Objekte. Brauchle hat bereits Preise und Wettbewerbe im Bereich Kunst am Bau und bei Symposien gewonnen. So ist der Skulpteur zum Beispiel Preisträger 2014 des Marmorsymposiums Laas (Italien) und Preisträger des Kunstforums Forst 2008 im Bereich Objektkunst.

In der Galerie von Lilo Schmidt-Wiedenroth werden außerdem Bilder verschiedener Künstler gezeigt, die dort bereits Einzelausstellungen hatten. Glasobjekte von Vetro Forno und Cäcilie Chichinski runden die Ausstellung ab. Natürlich müssen in der Coronakrise die Abstands- und Hygieneregeln beachtet und eingehalten werden. Zum Ausruhen und Klönen stehen Sitzplätze zur Verfügung, die ausreichend Platz bieten, um die nötige Distanz zu wahren. Damit in Corona-Zeiten alles in geregelten Bahnen laufen kann, wird um vorherige Anmeldung per E-Mail an lilos@galerie-rotes-sofa.de oder unter Ruf (05193) 1885 gebeten.

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