„Lange Nacht der Kurzen“

Kurzfilmtag im Schneverdinger Kino „LichtSpiel“

„Lange Nacht der Kurzen“

Das „LichtSpiel“ und der Kulturverein Schneverdingen laden ein zur „Langen Nacht der Kurzen“ im Schneverdinger Kino „LichtSpiel“ am Samstag, den 21. Dezember, um 19 Uhr. In diesem Jahr sind wieder die aktuellen Nordshorts zu sehen.

Als „Le jour le plus court“ feierte der Kurzfilmtag am 21. Dezember 2011 seine Premiere in Frankreich. Seit 2012 läuft er auch in Deutschland und wird von der AG Kurzfilm, dem Bundesverband Deutscher Kurzfilm, koordiniert. „Der Kurzfilmtag hat sich inzwischen zu einem international bedeutsamen Kulturereignis entwickelt“ betont Werner Mader vom Verein „LIchSpiel“. Neben Frankreich und Deutschland feiern inzwischen auch Dänemark, Finnland, Irland, Italien, Kanada, Kroatien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Serbien, Spanien, Tschechien sowie Zypern am kürzesten Tag des Jahres das kurze Filmformat. Schirmherrin der deutschen Ausgabe ist die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Professor Monika Grütters.

Das Programm beginnt außergewöhnlich, mit einem Blick ins Jahr 1968: Drei Forscher um den Mathematiker Nikolai Konstantinow schufen eine 40 Sekunden lange Computeranimation einer Katze, die von rechts oben nach links unten durchs Bild läuft. Die erste Computersimulation war geboren - mitten in einer aufregenden Zeit für die Forschung. Professor Martin Warnke von der Leuphana Universität stellt den Film „Ankunft einer Katze“ vor und stellt sich anschließend den Fragen der Zuschauer.

Es folgen die Nordshorts 2019. Gleich neun neue Kurzfilme aus Niedersachsen und Bremen präsentieren die Vielfalt filmischer Produktionen aus dem Norden. Beziehungsthemen werden ebenso behandelt wie die Verantwortung für die Natur oder Fluchtthemen. Die Regisseurinnen und Regisseure erzählen von alltäglichen Konflikten, von struktureller Gewalt, von dem Verlust von Heimat. Vor der Kamera agieren junge Schauspieler wie Marvin W. Jones und Nils Andre Brünnig, aber auch Laiendarsteller und gemalte Figuren. Neben den Filmen von renommierten Regisseuren und „Cast&Cut“-Stipendiaten sind auch Filme von Studenten aus Salzgitter und Hildesheim zu sehen.

Folgende neun Filme werden gezeigt: „Message of the Animals“, Regie Elke Hellas Markopoulos, Animation und Produktion Rainer Ludwigs; „Die Schläferin“, Idee, Buch, Regie Alex Gerbaulet, Produktion Pong-Film; „Was von draußen kommt“, Buch, Regie, Produktion Kai Gero Lenke, Kamera Johannes Waltermann, Darsteller Marvin W. Jones, Nils Andre Brünnig; „Western Union“, Drehbuch, Regie, Schnitt Steffen Goldkamp, Darsteller Jan Eichberg, Ionas Amelung, Produktion Spengemann-Eichberg-Goldkamp-Hans; „Brace“, Buch, Regie, Produktion, Kamera, Schnitt Anja Großwig; „Abuse“, Buch, Regie, Kamera, Schnitt Lisa Scheunemann, Samira Heckmann, Mohamed Fouani – Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften/Film- und AV-Praxis; „Anna“, Buch Martin Hofstetter, Martin Jehle, Regie Martin Jehle, Kamera Olaf Markmann, Produktion Dominik Wiedenmann; „Die Herberge“, Buch, Regie, Produktion, Kamera, Schnitt, Animation Ulu Braun; „Balg“, Buch, Regie, Produktion, Kamera, Schnitt Wiebke Balg.

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