„Löwen“ feiern 25jähriges Bestehen

Sein 25jähriges Bestehen feierte jüngst der Schneverdinger Lions-Club.

„Löwen“ feiern 25jähriges Bestehen

„Die Lions-Idee hat inzwischen eine mehr als 100jährige Geschichte - weltweit. In Schneverdingen wird sie seit 25 Jahren aktiv von Lions-Mitgliedern gelebt“, betonte Lions-Distrikt-Governor Helmuth Zander kürzlich im Schneverdinger Landhaus Höpen. Dort feierte der Lions-Club Schneverdingen sein 25. Charter-Jubiläum. Festredner Zander ist sozusagen der Vorsitzende des Lions-Distrikts Niedersachsen-Bremen. Er ist Chef von rund 2.000 Lions, die in 57 Clubs organisiert sind.

Im Jahr 1993 trafen sich in der Heideblütenstadt 23 Bürger, um über die Gründung eines Lions-Clubs zu entscheiden. Im Jahr darauf wurde der Club schließlich „gechartert“, wie es bei den „Löwen“ heißt, also offiziell von der weltweiten Lions-Organisation anerkannt. Zander lobte ausdrücklich das große Engagement des Schneverdinger Clubs: „Hier wird die Lions-Idee mit viel Engagement umgesetzt. Der Gründer der weltweiten Lions Club-Idee, Melvin Jones, wollte 1918 keinen Business-Club in Chicago gründen, wie es ihn in den USA bereits zuhauf gab. Seine Idee war, soziale Belange zu fördern. Die Mitglieder sollten etwas zurückgeben an die Gesellschaft, die ihnen Schul-, berufliche oder Hochschulbildung ermöglicht hatte. Das wird seit 25 Jahren in Schneverdingen in Wort und Tat umgesetzt“, unterstrich Zander.

Der Präsident des Schneverdinger Clubs, Hans-Gert Renken, konnte 13 der 23 Gründungsmitglieder persönlich begrüßen. Unter den Festgästen waren zudem Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens, Mitglieder aus den Nachbarclubs aus dem Heidekreis und dem Landkreis Rotenburg sowie der damalige Gründungspräsident Dr. Walter Weis, der heute in Lüneburg lebt. Ebenfalls dabei war der Gründungspate vom Lions-Club Scheeßel, Hans-Walter-Peters. Der Lions-Club aus der Schneverdinger Partnerstadt in Polen, Barlinek, war durch Arleta Wirhanowicz-Patrzykat vertreten. Sie erinnerte an die Hilfen für die Partnerstadt, so zum Beispiel die Spende eines Krankenwagens und des Ultraschallgeräts für das Krankenhaus. Aktuell hätten die „Löwen“ umgehend einer polnischen Familie geholfen, deren Haus, das nicht versichert war, durch ein Feuer völlig zerstört wurde. „Ohne Euch Schneverdinger gäbe es unseren Lions-Club nicht“, betonte Wirhanowicz-Patrzykat, die vor Ort auch durch ihre regelmäßige Dolmetschertätigkeit bei der Städtepartnerschaft bekannt ist. Moog-Steffens lobte in ihrem Grußwort die Tatkraft und Spendenbereitschaft der Lions. Sie würdigte deren ehrenamtliches Engagement in vielen Bereichen und hob besonders die Sonnenuhr am Höpen sowie das Kneippbecken im Walter-Peters-Park hervor: „Sie haben unsere Heimatstadt lebenswerter gemacht“, sagte Moog-Steffens zu den Mitgliedern des Clubs.

Für den Schneverdinger Club erinnerte Professor Dr. Johann Schreiner die Gäste an etliche Auslandsreisen, in deren Rahmen meist auch Kontakte mit den örtlichen Lions aufgenommen worden sei. Dies habe auch das Miteinander im Club gefestigt. Schreiner legte besonderen Wert auf die Feststellung, daß keinerlei Clubmittel in die Finanzierung der Reisen geflossen seien. Im Gegenteil habe es oftmals sogar Überschüsse gegeben, die dann für soziale Zwecke verwendet worden seien. Der langjährige Schatzmeister der Lions, Rudolf Röhrs, zog ein finanzielles Fazit nach zweieinhalb Jahrzehnten Lions-Club Schneverdingen: „Ohne Bewertung der ehrenamtlichen Arbeit konnten rund 525.000 Euro für Projekte und soziale Unterstützung im Einzelfall zur Verfügung gestellt werden. Darauf können wir stolz sein“, so Röhrs. Vieles sei aber nur möglich, weil die Bevölkerung mitzöge, unter anderem den Lions-Weihnachtskalender kaufe und so die Möglichkeit der finanziellen Ausschüttung eröffne.

Souverän führte Präsident Hans-Gerd Renken durch das informative Programm des Abends und gab abschließend der Hoffnung Ausdruck, daß die „Löwen“ aus der Heideblütenstadt auch in den kommenden 25 Jahren, „auf viel Gemeinsamkeit bauend, hoffnungsvoll die Zukunft gestalten können.“

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