Magische „Summerschool“

20 Kinder lernten mit „Harry Potter“ für den Schulwechel

Magische „Summerschool“

Die ersten beiden Augustwochen waren für knapp 20 Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr die Grundschulzeit beendet haben, etwas Besonderes: In der „Magischen Summerschool“ lernten die Kinder täglich von 9 bis 12 Uhr sich selbst untereinander und das Gebäude kennen, welches zukünftig ihr neues tägliches Ziel sein wird.

Die zwei Wochen sollte Schneverdinger Kindern helfen, sich auf den Übergang zur weiterführende Schule vorzubereiten.Im Nebengebäude der KGS konnten sie mit viel Spaß und begleitet von drei Grundschullehrerinnen, ihre Grundfertigkeiten im Lesen und Rechnen trainieren.

Empfangen wurden die mit einer ganz speziellen Musik und Dekoration: Laternen und flackernde (E-)Kerzen warteten neben einer Schneeeule und „dem sprechenden Hut“ ... denn die Kinder waren in der Welt von Harry Potter angekommen! „Wenn es schon Schule in der Ferienzeit geben muss, dann doch wenigstens mit viel Spaß und Abenteuer.“, so Lisa Schloo, eine der drei Lehrerinnen. In zwei kleinen Gruppen wurden Grundfertigkeiten in Mathematik und Deutsch wiederholt, wobei sich alle Einheiten thematisch am Roman orientiert haben.

Ziel war es, möglichst viel zusammen zu lesen und mit positiver Verstärkung zu arbeiten. So gab es auch mal eine „Original Bertie-Botts- Bohne“ mit Überraschungsfaktor zum Probieren. Im Bereich Mathematik mussten magische Rätsel gelöst werden, wobei die Ergebnisse mit Zaubertinte zunächst versteckt blieben. „Es war toll, nicht die nächste Klassenarbeit im Blick haben zu müssen und ganz ohne Druck mit den Kindern zu arbeiten.“, schwärmt Agnes Fach.

Immer mehr Kinder fanden so ihren persönlichen Zugang zum Thema und zum Buch. Sie dachten sich eigene Zaubersprüche aus und führten zuhause begeistert die gelernten Tricks aus, etwa wie sie eine zweistellige Zahl blitzschnell mit der Zahl elf multiplizieren können.

Die Aufregung war groß, als der zukünftige Schulleiter die kleinen Zauberschüler besuchte. Er wollte von den Kindern wissen, wer ganz freiwillig gekommen war. Das waren tatsächlich nicht alle, denn aufgrund der Corona-Krise mit Unterrichtsausfällen und „Home-Schooling“ hatten vor allem Eltern Sorge, dass ihre Kinder nicht optimal auf den Schulwechsel vorbereitet sein könnten

Die intensive und leistungsangepasste Unterrichtssituation mit auflockernden Spiel- und Bastelangeboten gefiel den Kindern jedoch so gut, dass sie die zwei Wochen gerne gekommen sind. Und auch Projektleiterin Jessica Bleifuß von Kommune Inklusiv, die die „magische Summerschool“ mit ihrer Kollegin Ulrike Schloo organisiert hat, ist zufrieden:

„Als die drei Grundschullehrerinnen mit ihrer Idee einer ‚Summerschool‘ auf uns zukamen, waren wir sofort begeistert und haben weitere Projektpartner gewonnen, so dass das Angebot durch die KGS Schneverdingen und den Kulturverein Schneverdingen unterstützt wurde. Nun sind wir froh, dass wir den Schülerinnen und Schülern auf unterhaltsame Art einen guten Start an der weiterführenden Schule ermöglichen.“

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