Matschen für den Klimaschutz: Schüler schaufeln im Pietzmoor Dämme auf

Projekt im Rahmen der „Naturschutzwoche für Kinder“ in Schneverdingen

Matschen für den Klimaschutz: Schüler schaufeln im Pietzmoor Dämme auf

In Gummistiefeln und mit hoher Motivation ging es zum Einsatz: Im Rahmen der „Naturschutzwoche für Kinder“ trafen sich kürzlich Schülerinnen und Schüler des 4. Jahrgangs der Schneverdinger Grundschule am Pietzmoor mit Mitarbeitern des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz sowie der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide am Schneverdinger Pietzmoor. Die Aktion gab es bereits im dritten Jahr im Rahmen der niedersächsischen „Naturschutzwoche für Kinder“. Träger ist das „Natur-Netz Niedersachsen“. Die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide des VNP startete darüber hinaus mit weiteren Schulen in der Region ähnliche Aktionen.

Mit Schaufeln und viel Freude leisteten die Kinder der Grundschule am Pietzmoor einen wichtigen Beitrag zu Moor- und Klimaschutz. Eine Gruppe schaufelte Dämme, eine wichtige Maßnahme zur Wiedervernässung von Mooren. Eine zweite Gruppe startete zunächst mit dem Team des RUZ und untersuchte Torfmoose. Dabei lernten die Kinder an einem kleinen Modell, wie Moor entsteht, wie und warum es trocken gelegt wurde und aus welchem Grund die Dämme für den Moorschutz so wichtig sind.

Moore bieten einen wichtigen Lebensraum für viele seltene und speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten. Außerdem speichern sie große Mengen an Kohlenstoffdioxid und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Die Entwässerung und Nutzung von Mooren führte dagegen zu einem deutlichen Verlust von Moorflächen. Um Torfmoose wieder wachsen zu lassen und Moore zu erhalten, braucht es viel Wasser, das nicht abfließen kann.

Nachdem sie diese Zusammenhänge verstanden hatten, packten die Mädchen und Jungen eifrig mit an. Und so „ein bisschen Rummatschen“ gehört natürlich auch dazu. „Das trägt zu einer positiven emotionalen Verbindung zur Natur bei und fördert überdies sogar die kindliche Entwicklung“, so Nadja Frerichs, Koordinatorin des RUZ der Naturschutzakademie.

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