Die Stadt Schneverdingen bereitet sich auf die Kommunalwahlen am Sonntag, dem 13. September, vor. An diesem Tag werden bekanntlich der Stadtrat, der Kreistag, die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister sowie die Landrätin oder der Landrat gewählt. Insgesamt richtet die Stadt 30 Urnenwahllokale und fünf Briefwahllokale ein. Auch für eine mögliche Stichwahl zur Landratswahl am 27. September plant die Stadt bereits mit. Hierfür werden insgesamt rund 560 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt.
Die Abwicklung der Wahl stellt die Stadt in diesem Jahr, wie die Verwaltung mitteilt, „vor besondere organisatorische Herausforderungen“, denn: „Da am Wahltag vier Wahlen gleichzeitig stattfinden, müssen vier Stimmzettel ausgegeben sowie vier Wahlergebnisse getrennt ausgezählt, dokumentiert und an die Wahlleitung gemeldet werden. Um die Auszählung zu beschleunigen und die Wahlvorstände zu entlasten, wurde die Zahl der Wahllokale im Kernort deutlich erhöht. Dafür wurden die bisherigen Wahlbezirke geteilt.“
Das beudeutet: Aus den bisherigen zehn Urnenwahllokalen im Kernort werden 20, die Zahl der Briefwahllokale steigt von zwei auf fünf. Dadurch verteilt sich die Zahl der Wählerinnen und Wähler auf mehr Wahlvorstände. Während bei der vergangenen Kommunalwahl teilweise mehr als 1.300 Wahlberechtigte einem Wahllokal zugeordnet waren, werden es künftig höchstens rund 650 sein. „Da viele Bürgerinnen und Bürger die Briefwahl nutzen, wird in den Urnenwahllokalen mit etwa 400 Wählerinnen und Wählern gerechnet“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Schneverdingen.
Die Neuorganisation solle dazu beitragen, „die Auszählung gegenüber der Kommunalwahl 2021 deutlich zu beschleunigen. Damals trafen die letzten Ergebnisse erst nach Mitternacht im Rathaus ein.“
Für die Wählerinnen und Wähler bleibe der Wahlort „grundsätzlich derselbe.“ Neu sei lediglich, dass es innerhalb einiger Gebäude zusätzliche Wahlräume geben werde. Die Stadtverwaltung rät: „Deshalb sollten die Angaben auf der Wahlbenachrichtigung genau beachtet werden, um den richtigen Wahlraum aufzusuchen. Zusätzliche Wahlräume werden unter anderem in den Grundschulen Hansahlen und am Pietzmoor sowie an der Kooperativen Gesamtschule Schneverdingen eingerichtet. Auch das Jugendzentrum der Freizeitbegegnungsstätte, das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Peter und Paul und die DRK-Kindertagesstätte in der Overbeckstraße gehören zu den Wahlstandorten. Für die Auszählung der Briefwahl nutzt die Stadt fünf Räume in der Grundschule am Osterwald, da die räumlichen Kapazitäten im Rathaus dafür nicht ausreichen.“
Die Wahlvorstände werden laut Verwaltung „im Vorfeld umfassend auf ihre Aufgaben vorbereitet. Die Schulungen für Wahlvorsteherinnen und Wahlvorsteher, Schriftführerinnen und Schriftführer sowie deren Stellvertretungen finden sowohl in Präsenz als auch digital statt. Für die Durchführung der Wahl werden insgesamt rund 560 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt. Einzelne Positionen sind derzeit noch unbesetzt, da eingeteilte Wahlhelfende ihre Teilnahme aus wichtigen Gründen abgesagt haben.“
Wer das Wahlehrenamt übernehmen möchte, kann sich bei Peter Plümer vom Wahlamt der Stadt Schneverdingen per E-Mail an peter.pluemer@schneverdingen.de melden. Anfang der zweiten Augustwoche erhalten rund 16.000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren ihre Wahlbenachrichtigung. Mit ihr können sie sich auf die Stimmabgabe vorbereiten oder bei Bedarf Briefwahl beantragen. Am Wahltag erhalten sie vier Stimmzettel: Für die Wahl des Stadtrats und des Kreistags können jeweils bis zu drei Stimmen vergeben werden, für die Bürgermeister- und die Landratswahl jeweils eine Stimme.
Die Stadt Schneverdingen würdigt bereits im Vorfeld das Engagement aller Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, denn: „Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Durchführung der Kommunalwahlen und das demokratische Miteinander.“