„Minschenskinner“ – so heißt die neue Ausstellung der Künstlerin Anne Schwabe, die seit dem 10. Januar im Kulturhaus „Alte Schlachterei“ in Schneverdingen, Am Markt 2, zu sehen ist. Nach der Vernissage am Samstag, dem 10. Januar, um 17 Uhr wird es einen weiteren Termin vor Ort geben, denn am 1. Februar führt Schwabe Interessierte von 15 bis 17 Uhr durch die Ausstellung. Die Finissage steht am 28. Februar um 17 Uhr auf dem Programm.
Anne Schwabe, 1973 in Rostock geboren, lebt und arbeitet seit 2002 in Schneverdingen. Nach dem Abschluss ihres Studiums 1996 und anschließender langjähriger Tätigkeit im Personalbereich widmete sie sich ab 2012 wieder verstärkt der Malerei . Im Jahr 2016 gründete sie ihr Atelier „PLAN:A“ mit einer Kunstschule und ist seit 2019 auch als freischaffende Künstlerin tätig. Seit 2013 gab es eine Reihe von Gruppen- und Einzelausstellungen, zudem wirkte Schwabe an verschiedenen Kunstprojekten mit. Längst ist sie eine etablierte bildende Künstlerin in der Lüneburger Heide, insbesondere in Schneverdingen. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen figurativer Abstraktion sowie Porträt-und Aktmalerei. In ihrer Kunstschule bietet sie ein vielseitiges Angebot an Kursen – zum Teil unter der Leitung weiterer Dozentinnen und Dozenten. Schwabe ist zudem als Dozentin für das Unternehmen Boesner tätig.
Das bevorzugte Thema der Künstlerin aus der Heideblütenstadt sind Menschen. Sowohl die „äußere Form“ als auch – und ganz besonders – das „menschliche Innenleben“ faszinieren sie. Seit vielen Jahren ist Schwabe auf der Suche, erforscht die zwischenmenschlichen Welten – beobachtet, staunt, versteht, erschrickt, lacht und weint. Das menschliche Spielfeld scheint laut Künstlerin „unendlich zu sein.“
Ihre Bilder entstehen aus einem Sammelsurium von Beobachtungen, Erlebnissen, Emotionen und Stimmungen, die sie einfängt, speichert und mit sich herumträgt. Später fügt die Künstlerin sie in ihren Arbeiten neu zusammen. Dabei entstehen wilde, teils skurrile Szenen und Persönlichkeiten – wahre Begebenheiten mischen sich mit Fantasie und erzählen ihre Geschichte in einem neuen Kontext. Geschlechter sind dabei nicht immer identifizierbar. Menschen verwandeln sich zuweilen in Fabel-, Fantasie- oder Tierwesen. Realität und Fiktion verschwimmen. Anne Schwabe inszeniert laute und leise Geschichten – immer vielschichtig, meist ziemlich bunt, schrill und provokant.