Mitglieder halten Verein „LichtSpiel“ in schweren Zeiten die Treue

Jahreshauptversammlung des Schneverdinger Kinovereins

Mitglieder halten Verein „LichtSpiel“ in schweren Zeiten die Treue

Zur Mitgliederversammlung hatte vor kurzem der Schneverdinger Kinoverein „LichtSpiel“ eingeladen. Reiner Lehmann, Koordinator Finanzen im Vorstand des eingetragenen Vereins, begrüßte 29 stimmberechtigte Mitglieder und zwei Gäste.

In seiner Ansprache würdigte er das Engagement und die umfangreiche Unterstützung der Stadt Schneverdingen im Zusammenhang mit den pandemiebedingten Einschränkungen. Lehmann sprach von einer guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, nannte dabei die kostenlose Nutzung der Schulaula für den Kinobetrieb und des Bürgersaales für die Mitgliederversammlung. Ein „Dankeschön“ ging auch an die Kirchengemeinde Peter und Paul, die im September den Gemeindesaal für Kinovorstellungen zur Verfügung gestellt hatte.

Stellvertretender Bürgermeister Carsten Gevers überbrachte die Grüße des Rates und der Verwaltung der Stadt Schneverdingen. Er hob hervor, dass die Kinos in Folge der Schließung in der Corona-Pandemie eine „Saure-Gurken-Zeit“ durchmachen müssten und gab der Hoffnung Ausdruck, dass ab September wieder ein Kinobetrieb in Schneverdingen möglich sein werde. Er hob zudem hervor, dass ein Filmgenuss in einem Kino ein soziales Ereignis sei und sich dadurch in der Qualität erheblich vom Streamen vor dem häuslichen Endgerät unterscheide. Programmkoordinator Wolfgang Voigt berichtete, dass das Schneverdinger Kino auch in diesem Jahr wieder mit dem Kinoprogrammpreis der Nordmedia für ein hervorragendes Kinoprogramm 2020 ausgezeichnet wurde. Ferner nannte Voigt Zahlen: Im Jahr 2020 gab es nur 78 (2019: 155) Vorstellungen für Erwachsene mit 2.646 (2019: 6.548) Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 15 Kindervorstellungen mit 503 jungen Gästen.

„Bis zum 15. März 2020 lief alles normal. Wegen der staatlichen Regelungen in der Coronapandemie musste das Kino dann ab 16. März 2020 schließen“, berichtete der Programmdirektor.

Im Sommer gab es ein Open-air-Kinoprogramm im Biergarten am Rathaus, anschließend fanden die Kinovorstellungen erst im Gemeindehaus der Peter-und-Paul-Gemeinde und danach in der Aula der Grundschule Am Osterwald statt. Mit dem zweiten Lockdown musste der Kinobetrieb ab November aber bis zum Sommer 2021 wieder eingestellt werden. Als besonderen Service gab es seitdem auf der Internetseite des Kinos immer kostenlos einen „Kurzfilm der Woche“ und Tipps zu sehenswerten Filmangeboten aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

Technikkoordinator Sven Svensson berichtete den Mitgliedern, dass während der Schließung im Kino ein neuer Projektor und eine Lüfuntungsanlage eingebaut wurden. Werner Mader stellte die Umstände und Auflagen im Zusammenhang mit Hygienekonzepten und Dokumentation der Anwesenheit der Besucherinnen und Besucher bei den Veranstaltungen im Biergarten, im Gemeindehaus und in der Schulaula dar, die erhebliche Mehrarbeit für die ehrenamtlichen Kinomacherinnen und -macher zur Folge hatten.

Trotz eines Verlustes von 1.900 Euro ist der Verein finanziell gut durch das schwierige Jahr 2020 gekommen. Das liegt unter anderem auch daran, dass alle Mitglieder dem Verein die Treue gehalten haben. Geplant ist die Wiedereröffnung des Kinobetriebes mit reduziertem Platzangebot zum 4. September. Aufgrund der erheblichen Investitionen in neue Technik werden dann erstmals seit Bestehen des Kinos die Eintrittspreise angehoben.

Nach dem Bericht der Kassenprüferinnen und -prüfer beschloss die Versammlung einstimmig die Entlastung des Vorstandes. Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden Technikkoordinator Sven Svensson und die Beisitzerinnen und Beisitzer Helke Bürger, Peter Gimm und Sabine Weber einstimmig wiedergewählt. Neue Kassenprüferin ist Gudrun Schaardt-Heyde.

Anschließend beschloss die Versammlung eine Änderung der Vereinssatzung, mit der Regelungen für künftig mögliche digitale Formate der Mitgliederversammlungen eingeführt wurden.

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