„Moleküle der Erinnerung - Venedig, wie es niemand kennt“

Schneverdinger Kino „LichtSpiel“ zeigt Dokumentation aus Italien

„Moleküle der Erinnerung - Venedig, wie es niemand kennt“

„Moleküle der Erinnerung - Venedig, wie es niemand kennt“ - so heißt eine Dokumentation (Regie und Buch: Andrea Segre), die das Schneverdinger Kino „LichtSpiel“ am Samstag, dem 26. März, um 19 Uhr zeigt. Die Dreharbeiten zur Dokumentation aus Italien aus dem Jahr 2020 begannen mit Blick auf die Probleme Venedigs zwischen Tourismus und Hochwasser, doch dann wurden die Macher von der Corona-Pandemie überrascht. Der Film dauert 71 Minuten und hat keine Altersbeschränkung. Gezeigt wird er im Original mit deutschen Untertiteln.

Beim ersten Lockdown strandete Regisseur Andrea Segre im verlassenen Venedig. Er war gerade für Dreharbeiten in der Luganenstadt, die sich schlagartig veränderte: keine Touristen, ein leerer Canale Grande und auf der Piazza San Marco waren nur noch die Schreie der Möwen zu hören. Segre sammelte visuelle Notizen, Geschichten und Begegnungen mit Venezianern. Sie erzählen von der fragilen Beziehung zwischen Stadt und Wasser. Gleichzeitig begann er eine Recherche, die ihn nicht nur in die Vergangenheit der Stadt führte. Denn der 45-Jährige arbeitete auch die Geschichte seiner Familie auf, speziell die komplizierte Beziehung zu seinem Vater Ulderico.

Auf gelungene Art und Weise mischte Segre seine Aufnahmen mit dem Super-8-Material seines verstorbenen Vaters, der als Wissenschaftler und Chemiker einst dort arbeitete. Seine Erzählerstimme und die Musik von Teho Teardo begleiten die einzigartigen Bilder des melancholisch verzauberten Venedigs.

Als Kurzfilm vorneweg wird „Schwarzfahrer“ von Pepe Danquart (Deutschland, 1992) gezeigt. Infos zum Kino, zum Programm und zum Kartenverkauf gibt es im Internet unter www.lichtspiel-schneverdingen.de.

Logo