Angebot für psychisch erkrankte Eltern

Offene Treffen im Bürgerhaus Munster und Mehrgenerationenhaus Schneverdingen

Angebot für psychisch erkrankte Eltern

In Munster und Schneverdingen startet ein neues Projekt: Offene Treffen, die psychisch erkrankten Eltern die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geben sollen. Hinter diesem Angebot stehen Hilfen aus einer Hand - in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Schneverdingen und dem Bürgerhaus Munster - und vor allem zwei Studentinnen.

Wiebke Wehrhoff und Svea Ripke sind Erzieherinnen und studieren gleichzeitig an der Ostfalia Hochschule in Suderburg „Soziale Arbeit“ im letzten Semester. Mit dem Abschluss werden sie den Bachelor of Arts erhalten und sind dann Sozialarbeiterinnen. „Die Tätigkeitsfelder sind sehr weit gefasst“, erläutert Svea Ripke; unter anderem sind dies die Familienberatung, Arbeit mit Menschen mit Behinderung, Arbeit mit suchtkranken Menschen, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe und Kindesschutz.

Derzeit absolvieren Wehrhoff und Ripke ihr Projektstudium bei Hilfen aus einer Hand - dies ist ein Teil ihrer Ausbildung. Drei Monate, von Mitte Januar bis Mitte April, arbeiten sie bei der Anlaufstelle für Familien, die im Landkreis Heidekreis unter anderem in Schneverdingen und Munster vertreten ist. Innerhalb ihres Praktkums wollen Wehrhoff und Ripke die neue Gruppe für Eltern mit einer psychischen Erkrankung ins Leben rufen. „Es ist dabei egal, ob die Eltern eine ärztliche Diagnose haben oder nicht“, so Svea Ripke. Von Borderline bis Depressionen - alle Eltern, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, sind angesprochen. Dabei geht es zunächst einmal um einen Austausch untereinander, nicht so sehr um Informationen durch Vorträge oder ähnliches - bei Bedarf könne sich das aber entwickeln, erläutert Ripke. Ziel sei derzeit aber, eine Möglichkeit zum lockeren Gespräch untereinander und Erfahrungsaustausch zu geben.

Die Treffen leiten Wiebke Wehrhoff und Svea Ripke. „Dabei wird es kleine Angebote geben, mit denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Gespräch kommen und sich kennenlernen können“, erklärt Ripke. „Außerdem wird ein gemeinsames Frühstück angeboten.“

Auch wenn die Projektzeit der beiden Studentinnen abgelaufen ist, soll die Gruppe nach Möglichkeit fortgeführt werden, sofern denn Bedarf für dieses Angebot ist. „Aktuell wird besprochen, in welcher Weise dies geschehen wird - durch Mitarbeiter von Hilfen aus einer Hand oder selbstorganisiert durch die Teilnehmer“, führt Ripke aus.

Die Treffen in Munster laufen am 20. Februar, am 5. und am 19. März, jeweils von 9.30 bis 11 Uhr in den Räumen des Bürgerhauses Munster. In Schneverdingen sind die Termine am 19. Februar, 4. und 18. März, ebenfalls von 9.30 bis 11 Uhr und zwar im Mehrgenerationenhaus (MGH). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wer Interesse hat, vorbeizukommen, ist willkommen. Bei Fragen sind die beiden Studentinnen per E-Mail an haeh-fuks@posteo.de erreichbar.

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