Gute Botschaften versenden

Adventspost des Kirchenkreises soll Mut machen

Gute Botschaften versenden

Rund 27.500 Haushalte im Kirchenkreis Rotenburg, darunter auch jene in Schneverdingen, Neuenkirchen und Heber, erhalten in den Tagen rund um den ersten Advent traditionell einen Weihnachtsgruß aus ihrer Kirchengemeinde. Er wird in der Regel zusammen mit dem Gemeindebrief verteilt und enthält neben einem kleinen inhaltlichen Impuls immer auch einen Aufruf für eine Unterstützung der Gemeindearbeit.

„Damit haben wir uns in diesem Jahr sehr schwer getan“, sagt Superintendent Michael Blömer. Denn er weiß, dass es vielen Menschen in diesem Jahr angesichts von gestiegenen Lebens- und Energiekosten nicht leicht fällt, finanziell über die Runden zu kommen. Da ist an Spenden vielfach nicht zu denken.

Die schwere Lage im Zeichen von Krieg und Krisen macht Kirche auf der anderen Seite zur Anlaufstelle für jene, denen es schlecht geht. „Kirche ist da für die Schwachen. Das ist ein wichtiger Teil ihres Auftrags“, sagt Blömer. Deshalb bietet das Diakonische Werk im Kirchenkreis Rotenburg Hilfen für jene, die in Not geraten sind – sei es durch Beratung aber auch durch konkrete finanzielle Soforthilfe oder Überbrückungskredite über den Diakoniefonds. Pastorinnen und Pastoren leisten Seelsorge.

Die Adventspost aus den Kirchengemeinden möchte dieses Jahr in erster Linie Mut machen in diesen schweren Zeiten. „Wir möchten die Menschen dazu bewegen, sich auf gute Nachrichten zu besinnen und diese weiterzusagen“, sagt Steffi Jaletzky vom Fundraising-Büro des Kirchenkreises. „Denn gute Nachrichten können alles andere überstrahlen: ‚Die OP ist gut überstanden‘; ‚Wir sind gut angekommen‘; ‚Schön, dass du da bist‘ – Gute Nachrichten gibt es viele, man muss sie nur hören und aufnehmen können.“

Deshalb sind dem Weihnachtsgruß sechs kleine Marken beigefügt. Auf jede ist jeweils eine kurze Botschaft gedruckt, etwa: „Sei beschenkt“, „Freu dich“ oder „Alles Liebe“. Wie Briefmarken können die kleinen Botschaftsmarken auf Briefe geklebt und als gute Nachrichten weitergegeben werden.

„Die gute Nachricht der Kirche lautet: Jeder Mensch ist Gott wichtig. Er sieht mehr in uns, als wir oft selbst sehen“, sagt der Theologe Blömer. Er hofft, dass die Menschen sich von der guten Botschaft und dem Zauber der Advents- und Weihnachtszeit anstecken lassen und Kraft schöpfen können für die bevorstehende Zeit. Kirche möchte dabei helfen – durch Angebote wie Gottesdienste, Gruppen, Kreise und Gespräche, aber auch durch konkrete Hilfen. Wer diese in Anspruch nehmen möchte, den ermutigt er, sich an die Kirchengemeinde vor Ort oder an das Diakonische Werk zu wenden.

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