Neuer „Kurzfilm der Woche“

Schneverdinger „LichtSpiel“ zeigt im Internet „Habib und der Hund“

Neuer „Kurzfilm der Woche“

Auch das Schneverdinger „LichtSpiel“ ist wegen der Coronavirus-Pandemie wie alle anderen Kinos derzeit geschlossen. Stattdessen werden auf der Website des Kinos wechselnde „Kurzfilme der Woche“ präsentiert. Das Programm ist kostenlos zu sehen unter: https://www.lichtspiel-schneverdingen.de. Zusätzlich empfiehlt Programmkoordinator Wolfgang Voigt besondere Filmangebote in den Mediatheken von ARD, ZDF, 3SAT und ARTE: „Dort kann das Publikum die eine oder andere Überraschung entdecken oder Filme, die einmal gut gefallen hatten, wiedersehen.“

Der Kurzfilm der Woche ab dem 25. Februar ist „Habib und der Hund“, eine deutsche Produktion aus dem Jahr 2013. Der Film läuft gut 14 Minuten. Und darum geht es: Habib, ein Einwanderer ohne Papiere, braucht dringend Geld zum Überleben für sich und seine Familie in Nordafrika. Hund Siggi ist nicht der Einzige, der ihm dabei in die Quere kommt... Regisseurin ist Viviane Andereggen, das Drehbuch stammt von Julia Neuhaus, Kamera: Johannes Treß, Musik/Sounddesign: FISCHER, Produktion: Hamburg Media School. Darsteller sind Samir Fuchs, Barbara Nüsse und Kailas Mahadevan. Sprache: Arabisch, Deutsch und Englisch.

Als Mediatheken-Filmtipps empfiehlt Wolfgang Voigt ab dem 25. Februar zum einen „Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“ (Deutschland 2017, Regie: Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser). Der Film läuft 127 Minuten. Im Mittelpunkt stehen Patrick und Gwen, die mit dem Rucksack um die Welt ziehen und dabei auch versuchen, sich in Verzicht zu üben. Das Ziel ist es, nicht mehr als fünf Euro am Tag auszugeben. Das junge Paar ist drei Jahre und 110 Tage unterwegs: Im Frühjahr 2013 brachen sie zu der Reise um die Welt auf, mit dem Vorsatz, nicht zu fliegen, und kehrten nach 100 000 Kilometern im Sommer 2016 zurück. Zu finden ist der Film bis zum 28. Februar in der 3SAT-Mediathek, https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/weit-die-geschichte-von-einem-weg-um-die-welt-102.html.

Der zweite Schatz aus der Mediathek ist „Vier Minuten“, ein deutscher Film aus dem Jahr 2006, Regie: Chris Kraus. Spieldauer 111 Minuten, Altersfreigabe ab zwölf Jahren. Seit 60 Jahren gibt Traude Krüger Klavierstunden im Mannheimer Frauengefängnis. Eine Schülerin wie die drogenabhängige 21-jährige Jenny ist ihr in all den Jahren dabei noch nicht untergekommen. Die verschlossene, unberechenbare, gewaltbereite junge Frau galt einst als musikalisches Wunderkind... Den Film finden Interessierte noch bis zum 17. März in der ARD-Mediathek, https://www.ardmediathek.de/ard/video/debuet-im-dritten/vier-minuten/swr-fernsehen/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0MDYzMTU/.

Die dritte Empfehlung ist der philippinisch-britische Kurzfilm „Filipina“ (2020/Regie: Rafael Manuel), der 23 Minuten dauert. Und darum geht es: Die „Tee-Girls“ erfüllen stoisch ihre Pflicht - im Staub hockend sortieren sie Golfbälle. Sie fischen sie aus den mit Seerosen bedeckten Tümpeln. Sie legen sie den Golfern zurecht, während die ihre Schläger knapp an ihren Gesichtern vorbeischwingen. Der strenge Blick der Chefin wacht über allem und jeder. Isabel muss die Regeln noch lernen und sucht bereits Schlupflöcher. Sie ist der stille Sand im Getriebe des satten Grüns. Der Golfplatz ist der in sich geschlossene Kosmos, der die gesellschaftlichen Zustände widerspiegelt. Der Kurzfilm feierte am 25. Februar 2020 auf der Berlinale Weltpremiere und lief dort in der Sektion „Berlinale Shorts“. Er gewann den Silbernen Bären, Preis der Jury (Kurzfilm). Bis zum 11. Mai ist „Filipina“ abrufbar in der Mediathek von ARTE, https://www.arte.tv/de/videos/098742-000-A/filipinana/ARTE.

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