Neuer Wagen für Ortswehr

Großer Rüstwagen als Nachfolger für Unimog-Oldtimer

Neuer Wagen für Ortswehr

Was lange währt, wird endlich gut: Nach rund zwei Jahren Wartens bekam die Ortsfeuerwehr Schneverdingen kürzlich einen neuen Rüstwagen. Wie bei jeder Fahrzeugbeschaffung wurden bereits im Vorfeld der Auftragsvergabe intensive Abstimmungsgespräche zwischen Feuerwehr und Stadtverwaltung geführt, Im November 2017 folgte die Bestellung. Jetzt konnte das Fahrzeug endlich übergeben werden.

In den vergangenen Wochen haben bereits die Einweisungen für die Ehrenamtlichen der Ortswehr Schneverdingen begonnen. Denn „der Neue“ bietet doch einige Veränderungen zum alten Wagen. Das frühere Fahrzeug, ein Mercedes Benz Unimog, Baujahr 1987, war, bevor er im Februar 1997 auf die Stadt Schneverdingen angemeldet wurde, ein Katastrophenschutzfahrzeug des Bundes. In den Übungsdiensten und Einsätzen konnten sich die Wehrleute während der vergangenen Jahrzehnte von seiner vielfältigen Einsetzbarkeit überzeugen. Heutzutage gilt der Wagen mit seinem Alter zwar schon als „Oldtimer“, dennoch soll er zukünftig, vor allem aufgrund seiner Zuverlässigkeit, noch für die Stadt Schneverdingen von Nutzen sein und als Kommunalfahrzeug dienen.

Schon äußerlich ist ein deutlicher Größenunterschied zwischen den beiden Fahrzeugen erkennbar. Die zulässige Gesamtmasse beim neuen Rüstwagen mit Fahrgestell der Firma Iveco und Aufbau der Firma Magirus beträgt 15 Tonnen. Beim Unimog war es mit 7,49 Tonnen gerade einmal die Hälfte. Das Fahrgestell Typ „Eurocargo“ leistet 320 PS und bietet mit der Schadstoffklasse Euro 6 den neuesten Umweltstandard. Vergleichsweise hierzu hatte der Mercedes gerade einmal 130 PS. Vor allem bei technischen Hilfeleistungen soll das neue, rund 310.000 Euro teure Fahrzeug mit deutlich erweiterter Ausrüstung den Feuerwehrleuten die Arbeit erleichtern. So kann sich die Ortswehr beispielsweise über einen komplett neuen Rettungssatz der Firma Weber mit Schere, Spreizer und Rettungszylinder freuen. Die Schneidkraft steigert sich im Vergleich zum alten Fahrzeug von 54 auf 107 Tonnen. Ein Plasmaschneidegerät ersetzt den vorhandenen Schneidbrenner. Fest verbaut ist zudem ein komplettes Stromaggregat für die Vorort-Benutzung.

War beim Unimog noch vieles „analog“ per Hand zu bedienen, läßt sich beim Neuen vieles automatisiert umsetzen. Auch im Führerhaus findet sich deutlich mehr Technik. Der großzügige Aufbau bietet Platz für Rettungsplattform und Rettungstragen. Wie beim Mercedes ist eine Seilwinde für die unterschiedlichsten Einsätze verbaut.

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