Scheck für „HeideZauber“

Bingo-Umweltstiftung unterstützt Schneverdinger Projekt

Scheck für „HeideZauber“

Auch wenn bei den derzeit hochsommerlichen Temperaturen kaum jemand an den herbstlichen Oktober denken mag - der Kulturverein (KV) Schneverdingen tut dies: Nach drei Jahren Pause nämlich steht vom 2. bis zum 6. Oktober zum zweiten Mal der „HeideZauber“ auf dem Programm. Wer sich an die „Premiere“ 2016 erinnert, weiß, wie spektakulär dieses Ereignis war. Und das läßt sich nicht zum Nulltarif auf die Beine stellen. Um so größer ist jedoch die Freude, wenn sich da die eine oder andere Geldquelle auftut - wie am vergangenen Freitag: Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsichen Bingo-Umweltstiftung, war extra angereist, um einen symbolischen Scheck über 4.500 Euro an KV-Geschäftsführerin Dorothee Schröder und Hartmut Fach zu überreichen.

Im Oktober soll der „HeideZauber“ im Schneverdinger Höpen am Heidegarten wieder das Publikum begeistern. Dazu Fach, beim Kulturverein für dieses Spektakel zuständig: „Diesmal haben wir ein Motto. Es lautet ‚Die große Reise‘ und bietet viele Möglichkeiten, die an zehn Spielstätten auf verschiedene Weise thematisiert werden.“ Vor allem aber verwandelt sich die Wald- und Heidelandschaft mit Anbruch der Dunkelheit durch kunstvolle Licht- und Klanginstallationen für fünf Nächte in eine faszinierende Märchenwelt - all das perfekt inszeniert und mit Musik und Poesie unterlegt.

Mit dabei ist beispielsweise auch die Schneverdinger Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz (NNA). So erläutert NNA-Mitarbeiter Olaf Ahrens: „Wir wollen dazu ein stationäres Angebot für Kinder unter dem Titel ‚Tiere auf der Reise‘ ausarbeiten.“

Mit Blick auf Oktober erhoffen sich die Beteiligten natürlich hohe Publikumszahlen: „Trotz des schlechten Wetters hatten wir 2016 rund 5.000 Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten nordeutschen Raum. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden“, betont Schröder.

Sie sollen sich natürlich von den visuellen und akustischen Installationen begeistern lassen, dies aber unter ganz besonderen Aspekten, wie Fach erläutert: „Kaum jemand geht noch nachts in den Wald. Insofern ist dies ein ganz anderes Gefühl. Wichtig ist uns dabei der Entschleunigungsgedanke, also alle Hektik außen vor zu lassen.“ Dieses Anliegen, über den „HeideZauber“ Menschen am Ende wieder in den Wald zu locken, hat auch die Bingo-Umweltstiftung überzeugt, das Projekt zu fördern: „Wir sind nach unseren Recherchen zu dem Ergebnis gekommen, daß in diesem Vorhaben genügend Umweltbildungspotentiale stecken, um es zu unterstützen, und daß es die Leute in die Natur holt“, berichtete Behr. 2018 habe die Umweltstiftung 523 Projekt mit insgesamt 5,7 Millionen Euro gefördert. Im ersten Halbjahr 2019 seien es bereits 280 Projekte mit einer Gesamtförderung in Höhe von vier Millionen: „Das sind die stärksten sechs Monate innerhalb der vergangenen zehn Jahre, aber es gibt nun mal so viele Anträge für gute Vorhaben.“ Zu den Projekten mit großer Strahlkraft zählt Behr auch den „HeideZauber“. Er empfahl dem Kulturverein deshalb, bei der Produktionsgesellschaft der allsonntäglichen Bingo-Sendung auf N3 nachzufragen: „Vielleicht wird dann ja ein Beitrag über den ‚HeideZauber‘ gedreht.“

Weitere Fördermittel für das Projekt wird es auch von der Leader-Naturparkregion Lüneburger Heide geben: Die Zusage dafür ging am Montag bei Dorothee Schröder ein.

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