Schneverdinger Schulen sollen für die digitale Zukunft fit gemacht werden

Sachstandsbericht zum Digitalpakt / 400.000 Euro im Haushaltsplanentwurf 2021

Schneverdinger Schulen sollen für die digitale Zukunft fit gemacht werden

Aus der derzeitigen Corona-Krise gilt es viele Lehren zu ziehen, auch mit Blick auf das Lehren und Lernen in Schulen. Quer durchs Land sind die Schulleitungen in Alarmstimmung, drohen in der Pandemie doch erneut Herausforderungen, die mit vorhandenem Personal und bisheriger Ausstattung kaum zu meistern sein dürften - Aufgaben, um die die Verantwortlichen wahrlich nicht zu beneiden sind. In den vergangenen Monaten hat sich mehr denn je gezeigt, wie wichtig eine gute digitale Ausstattung der Schulen ist, ein Thema, das in der Bundesrepublik lange Zeit stiefmütterlich behandelt worden ist. Inzwischen aber haben sich Bund und Länder auf die Fahnen geschrieben, die Digitalisierung der Schulen weiter voranzutreiben. Auch in Schneverdingen steht das Thema weit oben auf der Agenda, wie Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens und Erster Stadtrat Mark Söhnholz am vergangenen Donnerstag in der Ratssitzung berichteten.

Moog-Steffens und ihr allgemeiner Vertreter gaben in der rund zweistündigen Sitzung unter anderem auch einen Überblick über den Sachstand der Umsetzung des Digitalpaktes. „Die 260.000 Euro aus dem Digitalpakt reichen bei weitem nicht aus“, unterstrich Moog-Steffens. Deshalb schlage die Verwaltung vor, ordentlich etwas draufzusatteln: Im städtischen Haushaltsplanentwurf für 2021 seien Mittel in Höhe von 400.000 Euro eingestellt, um die Schulen fit für die digitale Zukunft zu machen.

Söhnholz unterstrich, dass das Thema Digitalisierung seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Zusammenarbeit mit den Schulen und zuständigen Gremien „gut Fahrt aufgenommen hat.“ Zur fachkundigen Unterstützung seien externe Berater an Bord geholt worden: „Wir stecken sehr viel Energie in den Prozess“, hob der Erste Stadtrat hervor.

Ein Teil der Maßnahmen ist auch schon mit grünen Häkchen versehen: So standen über das Sofortausstattungsprogramm zunächst rund 23.000 Euro zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sind bereits 50 Tablets für einen Ausleihpool beschafft worden. Diese Geräte sind auch schon konfiguriert und betriebsbereit ausgeliefert. Aus dem Digitalpakt erhält die Heideblütenstadt für ihre vier Grundschulen zudem rund 260.000 Euro. Damit werden Glasfaseranschlüsse für „schnelles internet“ finanziert, ebenso Beratungsleistungen und Schulungen zur Erstellung eines Medienentwicklungsplans inklusive Lehrerfortbildungskonzept. Weiterhin wird Geld aus diesem Topf für die Ethernet-Verkabelung der Grundschulen eingesetzt - und zwar als Grundlage für flächendeckendes W-Lan.

Hinzu sollen nun die 400.000 Euro kommen, die in den Haushaltsplanentwurf 2021 eingestellt sind. Damit sollen Display-Sets für die Klassenräume geordert werden, zu denen neben 75-Zoll-Bildschirmen auch Tablets und Streaming-Boxen gehören. Weitere Mittel der Stadt sind unter anderem für die Schaffung einer Kommunikationsplattform, Lehrer-Schulungen sowie die Beschaffung von Tablet-Klassensätzen vorgesehen. Mit letzteren werden die Grundschulen Osterwald, Hansahlen, Pietzmoor und Lünzen der jeweiligen Zügigkeit entsprechend ausgestattet.

Die Verwaltung geht davon aus, dass der laufende Aufwand für die Administration und den Support für die anvisierte Tablet-basierte Lösung jährlich zusätzlich etwa rund 7.200 Euro kosten wird.

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