Schüler besuchen Denkmal und Gräber

KGS Schneverdingen: „Geschichte des Gedenkens“

Schüler besuchen Denkmal und Gräber

„Wir wussten nichts davon“, sagte Till Meyer aus der Klasse 8r der Kooperativen Gesamtschule (KGS) jüngst am Denkmal in Schneverdingen. Acht Klassen des 8. Jahrgangs der KGS Schneverdingen nahmen am Projekttag „Gedenken der Opfer aus den KZ-Zügen der Heidebahn“ teil. Sie besuchten das Gräberfeld auf dem Schneverdinger Friedhof und das Denkmal am Bahnhof. Im Schulgebäude waren die Ausstellung „Geschichte des Gedenkens“ und ein großer Büchertisch aufgebaut.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Arbeitsaufträge erhalten und konnten dazu neben dem Besuch der genannten Orte in Schneverdingen auch im Internet recherchieren. Am Dienstag unterstütze Ratsvorsitzender Dieter Möhrmann die Projekttage und brachte den Schülerinnen und Schülern alles rund um das Denkmal am Bahnhof näher. „Wir haben keine Schuld an den Ereignissen der Nazizeit, aber wir haben die Verantwortung, dass diese nicht vergessen werden“, betonte er in seiner Ansprache.

„Eigentlich besuchen alle Schüler der KGS die Gedenkstätte Neuengamme“, erläuterte Schulleiter Mani Taghi-Khani. „Aber wegen der Pandemie mussten wir die Projektwoche und den Besuch der Gedenkstätte absagen. Für den betroffenen Jahrgang wurde ein eigenes Programm konzipiert und nun erstmalig durchgeführt.“

Das Projekt ist nicht nur als Ersatz für die jährliche, aber durch die Corona-Pandemie ausgefallene Fahrt in die Gedenkstätte Neuengamme gedacht, sondern entwickelt sich als eigenständiger Baustein zur Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit auf lokaler Ebene.

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