Shantys statt Kutschfahrt

Schneverdinger Lions setzen in Corona-Pandemie neue Schwerpunkte / Wechsel im Präsidentenamt: Dreßler folgt auf Hautau

Shantys statt Kutschfahrt

Die Corona-Pandemie stellt auch den Schneverdinger Lions-Club vor völlig neue Herausforderungen. „Geplante Mitgliedertreffen müssen in anderem Rahmen oder gar online stattfinden. Auch viele traditionelle Clubaktivitäten können in der Region nicht wie gewohnt durchgeführt werden“, weiß Dr. Jürgen Wermser. „So müssen die Bewohner der Schneverdinger Alten- und Pflegeheime Tannenhof und Wiesentrift in diesem Jahr leider auf die beliebten Kutschfahrten in die blühende Heide verzichten“, bedauert der Club-Beauftragte für Presse und PR. Diese Ausflüge werden seit 28 Jahren von Lions-Mitglied Dr. Uwe Becker organisiert. Doch einfach ausfallen lassen wollten Becker und die Lions ihre Aktion nicht. Daher präsentierte der neue Club-Präsident Wolfgang Dreßler den Senioren eine Alternative: die „Snevern Shanty Singers“.

Dreßler, der der Seefahrt beruflich und privat verbunden ist, traf damit offenbar auch den Geschmack des Publikums: „Mit stimmungsvollen Liedern von der Waterkant sorgten die Sänger und Sängerinnen für abwechslungsreiche Abende sowohl in der Wiesentrift und im Tannenhof, abgerundet jeweils durch ein maritimes Buffet“, freut sich Wermser.

Dreßler versprach, dass die Schneverdinger Lions trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie weiterhin zum Wohl der Region aktiv sein würden. Das Motto „We Serve“ („Wir dienen“) gelte für den Club gerade in schwierigen Zeiten. Schwerpunkt seines Amtsjahres werde ein Programm zur Förderung der sozialen, emotionalen und geistigen Bildung von Kindern und Jugendlichen vom Kindergarten bis zum Schulabschluss sein. Das Interesse daran sei in Schneverdingen Einrichtungen groß. Auch seien gemeinschaftliche Aktionen wie das Entkusseln von Heideflächen und das Anlegen von Baumpflanzungen im Naturschutzpark geplant, erklärte Dreßler. Viele Aktivitäten der Lions zu Gunsten von Schwachen und Benachteiligten erfolgten zudem eher „im Stillen“.

Bereits Dreßlers Vorgänger als Club-Präsident, Ernst Hautau, hatte auf den Ausbruch der Pandemie flexibel reagieren müssen. Zu den Höhepunkten seines Amtsjahres zählt Hautau: Die gemeinschaftliche Pflanzaktion „Birkhuhn-Allee“ im Naturschutzpark, der erfolgreiche Verkauf des Weihnachtskalenders sowie die anschließende Spendenübergabe im Bremer Rathaus an „Helpage“, vertreten unter anderem durch Dr. Henning Scherf, und an die Schneverdinger Kindergärten.

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