„So wahr wie möglich“

Künstler Jobst Deventer stellt in Schneverdingen aus

„So wahr wie möglich“

„Wird Farbe kommt Form“ - so heißt die Ausstellung des Künstlers Jobst Deventer, die am morgigen Mittwoch, dem 8. September, um 18 Uhr in der alten Friedhofskapelle und im „KunstRaum“ der Kulturstellmacherei in Schneverdingen eröffnet wird.

Die Ausstellungsreihe im „KunstRaum“ des Kulturvereins, kuratiert von der Künstlerin Dietlind Horstmann-Köpper, beginnt wieder in diesem Monat. In diesem Jahr wird die Vernissage direkt in der alten Friedhofskapelle stattfinden, Gespräche und einzelne Begegnungen auch im „KunstRaum“. Beide Räume bespielt nun der Künstler Jobst Deventer aus Rieckenbostel.

Er ist in Schneverdingen kein Unbekannter. Im Jahr 2018 zeigte er im „KunstRaum“ und in der Friedhofskapelle im Rahmen der Ausstellungsreihe „Das Gedächtnis der Dinge“ eine Video-Installation aus alten Fotos. Die Fotos zeigten Frühstücks- und Schulbrote, die Deventer seinen Kindern geschmiert hat. „Schaff dir Kinder an und du lachst dich kaputt“ - so der Titel der Installation.

Jobst Deventer hat Kunstpädagogik und später freie Kunst und Malerei studiert. „Mir ist, wie es sich für einen Künstler gehört, die ganze Welt ebenso wie das Geschehen in ihr ein nie endender Reigen von Bildern. Meine Arbeit ist es, dies in die Fläche des Bildes zu bringen. Einfach sollen sie sein, meine Bilder, und so wahr wie möglich“, sagt er über seine Arbeit. Für die Ausstellung „Wird Farbe kommt Form“ hat der Kurator Wolfgang Siano (Kunsthistoriker) eine Auswahl der Arbeiten mit dem Schwerpunkt Malerei zusammengestellt. Die Bildinhalte schlagen einen Bogen von der Konkreten Malerei bis in die Gegenständlichkeit.

Zu sehen sind Arbeiten sowohl im „KunstRaum“ als auch in der alten Friedhofskapelle. Mindestens ebenso wie die Malerei fasziniert den Künstler Jobst Deventer die Musik. Mit seiner Band „Handmade in the Colony“ wird er am 3. Oktober um 11.30 Uhr im Rahmen der Offenen Werkräume in seiner eigenen Ausstellung zu seinen Arbeiten spielen.

Die Ausstellung endet am 31. Oktober mit einer Matinèe-Finissage um 11.30 Uhr.

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