Spannend und berührend

Naturfilmfest „Films for Future“ vom 30. September bis zum 3. Oktober

Spannend und berührend

Ein Spielfilm über eine Umweltaktivistin, atemberaubende Doku-Bilder aus der Inselgruppe Spitzbergen, Spannendes über intelligente Bäume, Berührendes von einem traditionellen Schäfer in einer kapitalistischen Welt - das ist die thematische Bandbreite des ersten Naturfilmfests Lüneburger Heide. Unter dem Motto „Films for Future“ haben der Naturpark Lüneburger Heide, der Kulturverein Schneverdingen und vier Kinos der Region vom 30. September bis zum 3. Oktober ein Programm aus 20 Filmen für Jung und Alt auf die Beine gestellt. Viele Expertinnen und Experten kommen zu Diskussionsrunden, und das Festival steht unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Greenpeace-Aktivistin, niedersächsischen Umweltministerin und Kulturpolitikerin Monika Griefahn aus Buchholz.

„Wir haben mit den vier Kinos Spielorte in allen drei Landkreisen der Naturparkregion begeistern können, mitzumachen“, freut sich Robin Marwege, Koordinator des Festivals beim Naturpark Lüneburger Heide. So können Gäste des Filmfestes Vorstellungen inklusive Filmgesprächen im Scala-Programmkino Lüneburg, im Filmmuseum Bendestorf und im „LichtSpiel“ Schneverdingen besuchen. Im Movieplexx Buchholz stehen hingegen ausschließlich Schulvorführungen auf dem Programm. Dass mit Monika Griefahn eine Frau Schirmherrin ist, die sich in ihrer Zeit als Kulturpolitikerin im deutschen Bundestag um die Förderung des deutschen Films verdient gemacht hat und gleichzeitig die Umweltbewegung mit geprägt hat, freut Marwege ganz besonders.

Thematisch beschäftigen sich alle Filme mit der wohl drängendsten Herausforderung der heutigen Zeit, dem Klimawandel und allen Fragen von Umwelt und Natur, die damit zusammenhängen. Insgesamt zeigen sie die Schönheit der Natur, aber auch ihre Zerstörung durch den Menschen.

„Wichtig war uns aber, dass unsere Gäste mit einem positiven Gefühl aus dem Kino gehen können“, erklärt Hartmut Fach vom Kulturverein Schneverdingen. Nicht zuletzt auch deshalb werden alle Filme von Gesprächsrunden flankiert. Darin berichten beispielsweise Praktiker aus ihren ganz realen Projekten und zeigen auf, dass Natur- und Umweltschutz oft gar nicht „so schwer sind“ und dass ein Leben nach den Leitlinien der Nachhaltigkeit durchaus bereichernd sein kann. Dementsprechend heißt es auch im Festivalprogramm: „Wir bringen zusammen, was zusammen gehört: Mensch und Natur.“

Den Startschuss gibt Schirmherrin Monika Griefahn am Donnerstag, dem 30. September. Sie hat den Eröffnungsfilm „Gegen den Strom“ ausgewählt, der eine Umweltaktivistin in Island porträtiert. Er wird ab 19.30 Uhr in Bendestorf gezeigt, und die Frage, wo die Parallelen zu Griefahns eigenem Werdegang bei Greenpeace liegen, dürfte im begleitenden Talk mit ihr eine Rolle spielen.

Beim ersten Naturfilmfest Lüneburger Heide machen auch drei Naturpark-Schulen in einem nichtöffentlichen Teil mit: Schülerinnen und Schüler der IGS Buchholz fahren nach Buchholz ins Movieplexx, um sich dort den Film „now“ anzusehen. Von der Grundschule Sprötze-Trelde aus geht es ebenfalls nach Buchholz, wo sich die Kinder mit dem Film „Checker Tobi und das Geheimnis des Planeten“ beschäftigen. „Wölfe und Herdenschutzhunde“ schließlich ist der Streifen, den sich die Grund- und Oberschule Neuenkirchen ausgesucht hat. Er wird im Schneverdinger „LichtSpiel“-Kino gezeigt.

Am Freitag des Filmfest-Wochenendes, am 1. Oktober, steht das Thema Klimawandel im Mittelpunkt. Im Scala-Kino in Lüneburg zeigen die Organisatoren die Doku „Atomkraft forever“, in der es um die atomaren Hinterlassenschaften geht, wenn Deutschland 2022 aus der Atomkraft ausgestiegen ist. Als Gesprächspartner wird Elisabeth Hafner-Reckers von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg vor Ort sein. Der zweite Film an diesem Tag wird im „LichtSpiel“-Kino Schneverdingen gezeigt und bringt den Kinobesuchern die Schönheit einer Landschaft näher, die wie vielleicht keine zweite vom Klimawandel bedroht ist: Die Arktis. Eingeleitet wird der Filmabend bereits um 14 Uhr durch den Film „now“ von Jim Rakete, der gemeinsam mit den Aktivisten von „Fridays for Future“ in Schneverdingen gezeigt wird. Es geht um den Kampf der jungen Generation für einen besseren und nachhaltigeren Planeten. Die Jugendlichen werden dann gegen 16.30 Uhr zu einer Mahnwache vors Rathaus ziehen und haben dort ein Programm mit Wortbeiträgen und regionalen Künstlern gestaltet.

Alle Filme und Gäste sowie alle Uhrzeiten und Spielorte sind im Internet auf der Seite www.films4future.de zu sehen. Hier kann auch das kompakte Programmheft heruntergeladen werden, außerdem gibt es Informationen zu Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie. Eintrittskarten sind erhältlich über den Online-Shop vom Verein „LichtSpiel“ unter www.lichtspiel-schneverdingen.de oder die Internetseite des Scala-Kinos unter www.scala-kino.net. Für die Aufführungen im Filmmuseum Bendestorf werden Karten an der Abendkasse verkauft.

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