Tanzsportclub Schneverdingen: Die drohende Auflösung abgewendet

Große Erleichterung nach der Wahl des Kassenprüfers

Tanzsportclub Schneverdingen: Die drohende Auflösung abgewendet

Denise Mehmke, Vorsitzende des Tanzsportclubs Schneverdingen, hatte kürzlich zur Mitgliederversammlung eingeladen. Schon in der Einladung hatte sie den Ernst der Lage klargemacht, denn nach dem Ausscheiden der Sportwartin, der Jugendwartin und des Kassenwartes und mit wenig Aussicht auf Neubesetzung der Posten stand der TSC kurz vor der Auflösung.

41 Mitglieder fanden sich im Bürgersaal der Freizeitbegegnungsstätte ein. Mehmke berichtete über das vergangene Jahr, das von der Corona-Pandemie überschattet war. „Mit der ‚Jerusalema Challenge‘, dem Online-Training und weiteren großartigen Aktionen konnte der TSC deutlich positive Akzente in dieser schwierigen Zeit setzen“, so die Vorsitzende. Ein großer Dank galt den Trainerinnen und Trainern, „die sehr viel Flexibilität und Loyalität mitgebracht haben.“

Bernd Pförtner betonte in seinem Kassenbericht für das Jahr 2020, dass der Verein finanziell noch gut aufgestellt sei, sich die Situation jedoch wegen Mitgliederverlusten ändern werde. Zuwächse seien für 2022 daher zwingend notwendig. Auch Ehrungen standen auf derv Tagesordnung: Geehrt wurden Bernd Pleiser für mehr als 30 Jahre Vereinstreue sowie Yvonne Seidler und Denise Mehmke für ihr ehrenamtliches Engagement für den TSC. Ebenso bekam der TSC den Breitensportförderpreis vom niedersächsischen Tanzsportverband für hervorragende Verdienste um den Breitensport. In Hinblick auf die geplante Sanierung der Freizeitbegegnungsstätte gab Rolf Weinreich einen kurzen Einblick in den zeitlichen Ablauf der Maßnahmen. Für Mitte 2022 benötige der Verein für zwei Jahre eine Trainingsstätte zum Ausweichen. Die Mitglieder und auch der Vorstand äußerten ihre Besorgnis darüber, dass dies erhebliche Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb haben könnte, da geeignete Räumlichkeiten in Schneverdingen aktuell nicht zu finden seien.

Doch der schwierigste Punkt auf der Tagesordnung waren die Wahlen: Denise Mehmke hob hervor, wie wichtig die Vorstandsarbeit sei und dass ein Verein nur dann bestehen und wachsen könne, „wenn es Freiwillige gibt, die sich ehrenamtlich engagieren.“ Auch betonte sie mit Nachdruck, dass sich die anfallenden Aufgaben nur im Team bewältigen ließen. Ein Auflösen des Vereins, so Mehmke, käme nicht in Frage, weil der TSC „eine „Herzensangelegenheit“ sei. Neben der Vorsitzenden Denise Mehmke und der 2. Vorsitzenden Birgit Abelbeck, benötigte der Verein jedoch einen Kassenwart, um weiter bestehen zu können. Und so wurde es unter der Wahlleitung von Rolf Weinrich spannend. Thomas Welle, Turniertänzer beim TSC, ließ sich schließlich für das Amt des Kassenwartes aufstellen - und wurde einstimmig und mit viel Applaus wurde er gewählt. Damit war das Fortbestehen des Vereins „eingetütet“. Dem guten Beispiel folgten dann Fenja Gehrke, Trainerin der Jugendgruppen, für das Amt der Jugendwartin, Fynn Rumberg, Trainer der Tanzkreise, für das Amt des Pressewartes, Alysaa Küntscher, Praktikantin des TSC für das Amt der Sportwartin, sowie Nina Struck, Trainerin der Wettbewerbsgruppe „Red Fighter“ als Beisitzerin.

Mehmke bedankte sich, sichtlich emotional, bei ihrem neuen Team für den Willen, sich in den Verein mit einbringen zu wollen und betonte, „dass wir es nur gemeinsam schaffen, den Verein auch noch viele weitere Jahre mit Leben zu füllen.“ Zudem appellierte sie an die übrigen Mitglieder, „gern mal in die Vorstandsarbeit hineinzuschnuppern, da immer helfende Hände und verschiedene Sichtweisen gebraucht werden, um den Verein im Sinne aller Mitglieder gut führen zu können.“

Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Egon Wesseloh, Dieter Spiwek und Dietrich Vetter. Die Kassenprüfung übernehmen Hellfried Gerlach und Bernd Pleiser.

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