Saures statt Süßes: Für den morgigen Dienstag, den 21. Juli, ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu einem 24-stündigen Warnstreik in der Schneverdinger Heidekeks-Fabrik auf. Hintergrund der Protestaktion sind laut NGG „die laufenden Tarifverhandlungen in der norddeutschen Süßwarenindustrie.“
„Die Beschäftigten sind richtig sauer auf die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber am Verhandlungstisch. Statt ein akzeptables Angebot vorzulegen, setzen die Arbeitgeber auf eine unverschämte ‚Geiz-ist-Geil-Mentalität‘ und haben in der letzten Verhandlungsrunde lediglich ein unverschämtes Magerangebot vorgelegt“, so der Geschäftsführer der NGG Lüneburg, Steffen Lübbert.
Die Beschäftigten erwarteten laut Lübbert „Respekt und Anerkennung für ihre Arbeit“ – und das müsse auf dem Lohnzettel deutlich werden. Ziel der NGG sei eine Lohnsteigerung um 5,8 Prozent, „mindestens aber 225 Euro mehr – und eine Steigerung der Ausbildungsvergütungen um 80 Euro.“
Der Warnstreik sei ein klares Signal, unterstreicht Lübbert, denn: „Wenn sich die Arbeitgeber nicht endlich bewegen, werden die heimischen Eistruhen und Keksregale bald deutliche Lücken haben oder sogar komplett leer sein.“
Die Gewerkschaft warnt in diesem Zusammenhang „vor weiteren möglichen Produktionsniederlegungen.“
Die Beschäftigten der Schneverdinger Heidekeks-Fabrik werden laut Lübbert an der zentralen Streikkundgebung in Lüneburg teilnehmen. Diese beginnt am morgigen Dienstag um 9.30 Uhr. Zu ihr werden, wie die NGG in einer Pressemitteilung betont, „rund 1.000 Teilnehmer aus 20 Betrieben erwartet.“