„Telekommando“, Egon Schiele und Wissenschaftler in der Arktis

Kinoverein „LichtSpiel“: Nächster „Kurzfilm der Woche“ und Tipps

„Telekommando“, Egon Schiele und Wissenschaftler in der Arktis

In der Corona-Krise bleibt das Schneverdinger Kino des Vereins „LichtSpiel“ auch weiterhin geschlossen, bietet Filmfreunden aber als besonderes Bonbon auf der „Online-Leinwand“ aber den regelmäßig wechselnden „Kurzfilm der Woche“ sowie Filmtipps zu den Mediatheken der öffentlich-rechlichen Fernsehanstalten. Das Programm ist kostenlos auf der Internetseite des Kinos unter https://www.lichtspiel-schneverdingen.de zu sehen. Ab 26. November wird dort der deutsche Kurzfilm „Telekommando“ aus dem Jahr 2014 von Regisseur Erik Schmitt präsentiert. Zur Handlung: Eigentlich sollte es eine Berichterstattung aus der Reihe „Menschen unserer Stadt“ werden. Kandidat der Woche war diesmal Volker Henk, der als städtischer Automations-Telekommandeur gewisse Abläufe in der Stadt regelt, von denen der „normale Bürger“ ja oft überhaupt keine Ahnung hat. Doch als das Arbeitsgerät von Henk, die FB-2000, illegal entwendet wird, droht plötzlich Chaos …

Zusätzlich empfiehlt „LichtSpiel“-Programmkoordinator Wolfgang Voigt besondere Filmangebote in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen TV-Sender. Diesmal rät er dazu, sich in der 3sat-Mediathek den Film „Egon Schiele - Tod und Mädchen“ (Österreich/Luxemburg, 2016) anzusehen. Der junge Egon Schiele gehört im Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts zu den Künstlern, über die am meisten diskutiert wird. Seine originellen, expressionistischen, erotischen Werke bieten reichlich Gesprächsstoff. Inspiriert wird er von schönen Frauen wie seiner Schwester Gerti Schiele, die für ihn Modell steht. Doch zu ihrem Bedauern bleibt sie nicht die einzige Muse ihres Bruders: Mehr und mehr Mädchen lassen sich von ihm malen, unter ihnen die rothaarige Wally Neuzil, die Egon von seinem Künstlerfreund Gustav Klimt vorgestellt wird. Sie und Egon verlieben sich, beginnen eine Beziehung, deren Leidenschaft den Künstler zu neuen Großtaten veranlasst. Der Film ist bis zum 30. April kommenden Jahres in der 3sat-Mediathek zu sehen.

Ein weiterer Film, den Voigt empfiehlt, ist die Dokumentation „Expedition Arktis - Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis“ über die größte Arktis-Expedition aller Zeiten. Im September 2019 machte sich der deutsche Eisbrecher „Polarstern“ auf den Weg zum Nordpol. An Bord: die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihrer Generation. Die Mission: den Klimawandel verstehen. Die Doku ist bis zum 16. Dezember in der ARD-Mediathek zu sehen.

Eine weitere Empfehlung ist der Kurzfilm „Herman the German“ aus dem Jahr 2015, eine Produktion der Kunsthochschule für Medien (KHM) Köln, in der unter anderem Anke Engelke mitspielt. Der 14minütige Film hat das FBW-Prädikat „Besonders wertvoll“ erhalten und ist in der Arte-Mediathek zu finden.

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