Thema Wolf: „Luzie“ soll in Zukunft als Herdenschutzhund für Sicherheit sorgen

NABU-Projekt „Herdenschutz Niedersachsen“: Abschlussveranstaltung in Schneverdingen / Bilanz nach dreieinhalb Jahren

Thema Wolf: „Luzie“ soll in Zukunft als Herdenschutzhund für Sicherheit sorgen

„Luzie“ heißt sie, ist gerade mitten in der Pubertät, aber schon recht groß und stark. Trotzdem ist die Kangal-Hündin noch nicht bereit für ihren künftigen „Job“, denn dazu bedarf es noch weiterer Fähigkeiten, mit denen die neun Monate alte Hündin im Moment noch nicht aufwarten kann. „Luzie“ soll nämlich, wenn die Zeit reif ist, eine wichtige Arbeit übernehmen: Sie soll als Herdenschutzhund dafür Sorge tragen, dass die Schützlinge der Schäferei Wümmeniederung aus Scheeßel keine Angst vor Wölfen haben müssen. Dazu sei „Luzie“ im Moment aber noch zu verspielt, berichtete ihr „Frauchen“ Nicole Benning am heutigen Freitagnachmittag im Camp Reinsehlen in Schneverdingen.

In dieses hatte der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen eingeladen. In der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz gab es ein Symposium zu „Erfahrungen, Erkenntnissen und Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren vor Wolfsübergriffen“. Weil nach dreieinhalb Jahren die Förderung des NABU-Projektes „Herdenschutz Niedersachsen“ durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) endet, zogen die Beteiligten und Förderer Bilanz.

Im Rahmen der mehrstündigen Veranstaltung würdigte der Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, insbesondere den „herausragenden Einsatz der Aktiven, die mehr als 5.500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Projektzeitraum beim Bau wolfsabweisender Zäune als praktische Unterstützung von Weidetierhalterninnen und -haltern aufgewendet haben.“ Buschmann: „So wird die Weidetierhaltung sowie die Natur- und Landschaftspflege nachhaltig unterstützt und zukunftsfähig aufgestellt.“ Der Landesvorsitzende hatte zudem eine gute Nachricht zu verkünden: „Wir möchten unsere Aktivitäten fortführen können. Das Umweltministerium hat heute eine zukünftige Förderung zugesagt - und das freut uns sehr.“

Im Anschluss informierte Nicole Benning im Freien hinter der NNA mit tierischer Unterstützung durch ihre „Luzie“ über das Thema „Herdenschutzhunde im Einsatz“. Ihr Mann Holger und sie sind Mitbegründer und Vorstandsmitglieder des eingetragenen Vereins für arbeitende Herdenschutzhunde in Deutschland und gelten als Experten auf diesem Gebiet. Ein Fachmann ist auch Sven Zwirner, der anschließend als Vertreter einer Herstellerfirma wolfsabweisende Elektrozäune vorstellte und erläuterte, worauf es bei der Aufstellung ankommt.

Ein ausführlicher Bericht über die NABU-Veranstaltung im Camp Reinsehlen folgt in der kommenden Woche.

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