Trotz Corona am Ball geblieben

Im Walter-Peters-Park in Schneverdingen entsteht eine Adventure-Golf-Anlage

Trotz Corona am Ball geblieben

Spielende Kinder, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein: Kristin und Heinz Tödter hätten sich für ihre kleine Veranstaltung im Schneverdinger Walter-Peters-Park am vergangenen Freitagvormittag keine besseren Rahmenbedingungen wünschen können. Sie hatten zum ersten Spatenstich in die Idylle des Parks eingeladen, in dem sie mit ihrer eigens gegründeten GmbH eine „Adventure-Schnucken-Golf“-Anlage errichten. Anfang dieser Woche begannen die Arbeiten, Anfang Juli soll alles fertig sein. Zum ersten Spatenstich hatten sich neben Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und des Rates sowie der Schneverdingen-Touristik auch Vertreterinnen und Vertreter der „LEADER“-Region Naturpark Lüneburger Heide eingefunden, die das Projekt mit „LEADER“-Mitteln der Europäischen Union in Höhe von 100.000 Euro fördert. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten auf rund 300.000 Euro.

„Wir haben uns gesagt: Wenn, dann hier“, erklärte Kristin Tödter beim Gang durch den Park, kurz bevor die ersten Gäste eintrafen: „Hier gibt es eine gute Anbindung. Leitungen und ein Toilettenhäuschen sind schon da.“ Bereits seit mehr als drei Jahren arbeitet Familie Tödter an der Umsetzung der Idee, in der Heideblütenstadt eine moderne Adventure-Golf-Anlage mit Kioskbetrieb zu errichten. Nun werden auf dem rund 2.500 Quadratmeter großen Areal neben dem Abenteuerspielplatz, das von der Stadt gepachtet wird, Nägel mit Köpfen gemacht: Seit gestern heißt es „Bahn frei!“ für die Experten der Firma „City Golf Europe“, einer der führenden europäischen Hersteller von Adventure- und Minigolfanlagen. „Es entsteht eine moderne 18-Loch-Bahn, wobei jede Bahn ein heidetypisches Thema hat“, berichtete Kristin Tödter. So werde zum Beispiel das Pietzmoor im Miniaturformat integriert, „mit kleinen Holzstegen und vielleicht auch blauen Fröschen.“

Auf den Bahnen rollen die Bälle auf Kunstrasen, „das spielt sich besser“, so Tödter weiter. Sie betonte, dass die Bäume auf dem Gelände stehenbleiben, „sie werden ausgespart.“ Zur Anlage wird auch ein Kiosk gehören, an dem die Schläger und Punktekarten ausgehändigt werden und sich auch Besucher des Abenteuerspielplatzes Getränke und Eis kaufen können. „Wir hatten Höhen und Tiefen in der Bauleitplung. Nach der langen Zeit mit Planungsarbeiten, Gesprächen und Verhandlungen freuen wir uns sehr, dass es nun endlich losgeht und dass wir dann im Sommer mit einer neuen Attraktion für Schneverdingen und die Region starten können“, so Tödter. Die Corona-Pandemie habe zwar zu Verzögerungen geführt, „wir sehen trotzdem positiv in die Zukunft. Nun hoffen wir auf eine gute Zusammenarbeit mit den Handwerkern. Es ist ja eine recht kurze Bauphase.“ Für die Parkbesucher werde die nächste Zeit durch die Bauarbeiten „sicher ein wenig ungewohnt. Wir bemühen uns aber natürlich, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.“

Ein großes „Dankeschön“ ging an die Stadt Schneverdingen. Ein weiteres für die Förderung an die „LEADER“-Region Naturpark Lüneburger Heide. Deren Vorsitzender Olaf Muus zum Betreiberpaar: „Ich freue mich, dass Sie den Mut hatten, trotz Corona-Pandemie am Ball zu bleiben. Es ist ein Projekt mit Aktivitäten, die man draußen machen kann.“ Familie Tödter gebe damit „ein schönes Signal, auch an die Wirtschaft.“ In schwierigen Zeiten werde mit dem Projekt Aufbruchstimmung und Optimismus verbreitet. Die Adventure-Golf-Anlage passe hervorragend in die „LEADER“-Region Naturpark Lüneburger Heide, könne es doch mit dem spielerischen Element gelingen, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, so Muus, „was der Naturpark aussagt.“ Seit 2015 seien in der „LEADER“-Region rund 60 Projekte mit insgesamt 2,1 Millionen Euro gefördert worden. „Die Schnuckengolf-Anlage entspricht dem LEADER-Handlungsfeld ‚Naturparkspezifische Wirtschaftsentwicklung‘, da es sich um die Etablierung eines touristischen Angebotes mit Regionalbezug handelt, welches das Ziel verfolgt, den naturnahen Tourismus zu stärken“, berichtete „LEADER-Regionalmanagerin Lina Dening. Sie überreichte Kristin Tödter die Förderplakette und erklärte, dass 100.000 Euro der Maximal-Förderbetrag seien, der über dieses Programm vergeben werde.

Schneverdingens Bürgermeisterin hob hervor, dass sich die Politik in der Heideblütenstadt schon seit Jahren Gedanken darüber gemacht habe, wie der Park noch attraktiver gestaltet werden könne. „Wir als Stadt freuen uns, dass Familie Tödter das Projekt angeht. Wir glauben, dass das hier ein richtig guter Ort ist, um Adventure-Golf zu spielen“, so Meike Moog-Steffens. In Corona-Zeiten seien Aktivitäten im Freien möglich „und werden gut angenommen. Das hat sich gerade erst bei der Aktion ‚Schneverdingen räumt auf‘ gezeigt“, unterstrich die Bürgermeisterin. Auch sie würdigte den Mut der Betreiber, „in dieser Zeit so ein Projekt anzugehen. Das wird für Schneverdingen hier im Walter-Peters-Park ein Highlight werden, nicht nur für Schneverdinger. Auch viele Gäste und Touristen werden profitieren.“

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