„Umsorgt und unterstützt“

Corona-Impfungen: Schneverdinger Bürgermeisterin lobt alle Beteiligten

„Umsorgt und unterstützt“

Zu wenig Impfstoff, massive Probleme bei der Terminvergabe, Debatten über die Impfreihenfolge, Skepsis über die Wirkung sowie Sorgen über Nebenwirkungen: Was die Corona-Schutzimpfung angeht, da ist die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern schlecht aus den Startlöchern gekommen. Die Kritik an den Verantwortlichen, zum Beispiel EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, reißt nicht ab. Dabei werden aber schnell all diejenigen vergessen, die mit großem Engagement dafür sorgen, dass es vor Ort in den Kommunen und in den Impfzentren vorangeht. Und so nutzte Schneverdingens Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens am vergangenen Mittwoch in der Ratssitzung im Bürgersaal der Freizeitbegegnungsstätte den Bericht aus dem Verwaltungsausschuss, um all denen Dank und Lob auszusprechen, die dafür Sorge tragen, dass in diesen schwierigen Zeiten der Laden läuft und es in der Bekämpfung der Pandemie vor Ort vorangeht.

So nannte Moog-Steffens das Team der Schneverdingen-Touristik um Resa Domurath von der Stadtverwaltung, Stabsstelle Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Tourismus, das sich vor Beginn der Impfungen und seit Inbetriebnahme des Impfzentrums in Bad Fallingbostel am 4. Februar dieses Jahres um zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gekümmert habe und nach wie vor kümmere. „Das Team ist zum Beispiel bei der Vereinbarung von Impfterminen, beim Platzieren auf Wartelisten und bei vielen anderen kleinen und großen Problemen ansprechbar, unterstützt und hilft“, berichtete die Bürgermeisterin. Insbesondere in der Anfangszeit habe diese Mannschaft eine Menge um die Ohren gehabt.

„Täglich gingen mehr als 60 Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern aus Schneverdingen ein, vor allem von älteren Menschen, die verzweifelt waren, weil sie beim Versuch, einen Impftermin zu bekommen, nicht durchkamen. Es ist toll, dass die Schneverdingen-Touristik gesagt hat, dass sie das übernimmt“, so Moog-Steffens. Ein großes Lob ging zudem an Petra Sünner, Leiterin des Impfzentrums in Bad Fallingbostel, sowie an deren haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. „Ich konnte mich selbst davon überzeugen, wie reibungslos und organistaorisch hervorragend die Impftermine abgearbeitet werden“, meinte die Bürgermeisterin und wandte sich angesichts der Debatte um „Vordrängler“ auch im Heidekreis umgehend und mit einem Augenzwinkern an die Pressevertreter: „Nicht, dass Sie denken, dass ich geimpft worden bin. Ich war mit meiner Mutter da.“

Im Impfzentrum gebe es für die älteren Bürgerinnen und Bürger eine bemerkenswerte Eins-zu-eins-Betreuung, das Team umsorge und unterstütze sie vom Ankommen bis zum Verlassen des Impfzentrums. Ein großes Lob ging auch an Landrat Manfred Ostermann und die zuständigen Mitarbeiter des Landkreises: „Wenn Fragen rund um die Pandemie und Organisation auftauchen, sind alle jederzeit ansprechbar, lösungsorientiert und kompetente Ansprechpartner“, betonte Moog-Steffens. Damit war ihre Lobeshymne aber noch nicht beendet, denn im Zuge der Pandemie sind in Schneverdingen jede Menge Hebel in Bewegung gesetzt worden, um die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben. Im Rahmen der Umsetzung des „Digitalpakts Schule“ und mit den entsprechenden zur Verfügung gestellten Mitteln hatte der Verwaltungsausschuss die Beschaffung von 40 digitalen Displays zur Ausstattung der Klassenräume in den vier Schneverdinger Grundschulen beschlossen. Insgesamt kostete dies 186.800 Euro.

„Das war ein ordentliches Stück Arbeit“, berichtete die Bürgermeisterin und zeigte sich erfreut, dass hier alle an einem Strang gezogen hätten: Mitglieder des Grundschulbeirates, Schulleitungen und Kollegien, Elternvertretungen, der medienpädagogische Berater im Heidekreis Hauke Tongers sowie Erster Stadtrat Mark Söhnholz und Katrin Vervat, Peter Plümer und Andrea Krampe von der Stadtverwaltung. Zahlreiche Diskussionen, Termine, Ortsbegehungen und Schulungen hätten letztlich dazu geführt, unterstrich die Bürgermeisterin, „dass wir mit und in unseren Grundschulen im Bereich der Digitalisierung auf einem sehr guten Weg sind.“ Einen wichtigen Beitrag hätten auch die Ratsmitglieder geleistet, nämlich mit ihrer Entscheidung, zu den rund 260.000 Euro aus dem „Digitalpakt Schule“ zusätzlich 400.000 Euro in den Haushalt 2021 einzustellen (HK berichtete). „Die von Bund und Land über den Digitalpakt gezahlten Mittel reichen bei weitem nicht aus, um die Schulen so auszustatten, dass sie im Bereich der Digitalisierung durchstarten können“, erklärte Moog-Steffens.

Die Bundes- und Landesmittel seien bereits für den Ausbau der Infrastruktur in den Schulen, zum Beispiel Glasfaser und W-Lan, ausgegeben worden. „Die Displays werden deshalb aus dem städtischen Haushalt bezahlt, denn was nützt die Infrastruktur, wenn kein Geld mehr für Geräte wie eben diese Displays vorhanden ist“, konstatierte die Bürgermeisterin. Und weiter: „So schlimm die Pandemie auch ist. Ohne sie und die damit einhergehenden Notwendigkeiten, zum Beispiel Videokonferenzen, wären wir zum jetzigen Zeitpunkt längst nicht so weit. Das ist meine persönliche Auffassung.“

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