Unterstützung fürs Kulturhaus: Kreissparkasse spendet 15.000 Euro

Kräftige Finanzspritze zur Beschaffung von Bühnentechnik und anderen Einrichtungsgegenständen

Unterstützung fürs Kulturhaus: Kreissparkasse spendet 15.000 Euro

Eine Filmvorführung gab es am gestrigen Mittwoch zu ungewohnter Zeit, nämlich mittags, in der Oststraße in Schneverdingen - allerdings nicht im Saal des Kinovereins „LichtSpiel“, sondern gleich nebenan in den Räumlichkeiten der Kulturstellmacherei. Als „Filmvorführer“ fungierte Dr. Carsten Bargmann, der für zwei Gäste eine „Exklusivvorstellung“ gab. Zu sehen war weder ein Blockbuster, noch ein Arthouse-Drama. Der Chef des Schneverdinger Kulturvereins zeigte Heiko Westphal, seit Januar dieses Jahres im Vorstand der Kreissparkasse (KSK) Soltau, sowie Timo Balke, Leiter der Schneverdinger KSK-Filiale, vielmehr den kurzen und knackigen Image-Film, mit dem der Kulturverein deutlich macht, warum er sich für das neue Kulturzentrum in der Innenstadt stark macht. Zuvor hatte Bargmann den Sparkassenvertretern das Konzept und den aktuellen Projektstand präsentiert. Und das aus gutem Grund, denn der Kulturverein erhält aus dem Topf der Stiftung der Kreissparkasse 15.000 Euro für die Anschaffung von Bühnentechnik und Einrichtungsgegenständen.

Deshalb hatten die Gäste einen symbolischen Scheck mitgebracht, den Bargmann und Geschäftsführerin Dorothee Schröder stellvertretend für die rund 1.000 Mitglieder des Kulturvereins dankend entgegennahmen. Dort, wo bislang die marode „Alte Schlachterei“ alles andere als ein Blickfang war, klafft inzwischen eine Lücke. Der Abriss des Gebäudes ist erfolgt, kein Stein blieb auf dem anderen. Das Helferteam um Dr. Karl-Ludwig von Danwitz hat ganze Arbeit geleistet. Die fleißigen Ehrenamtlichen der „Abriss-Gruppe“ verabreden sich über WhatsApp und sind, wann immer es die Zeit zulässt, auf der Baustelle aktiv.

Dieses Engagement, dieser Zusammenhalt sei das große Erfolgsgeheimnis des Kulturvereins, das ehrgeizige Projekte wie den Neubau des Kulturhauses überhaupt erst möglich mache, unterstrich Bargmann: „Wir haben stark engagierte Mitglieder, die mit Begeisterung dabei sind - und das hilft natürlich sehr“, so der 1. Vorsitzende. Und nur deshalb hätten die Kulturschaffenden „das größte Projekt der Vereinsgeschichte“ in Angriff genommen. Das Finanzierungskonzept und den Zeitplan hatte er den beiden Vertretern der KSK zuvor detailliert erläutert. Als Schneverdinger weiß Balke die Arbeit des Kulturvereins zu schätzen. Für Westphal, der vor seiner neuen Tätigkeit in der Heide fünf Jahre als Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Wedel tätig war, dürfte dies noch Neuland sein. Er zeigte sich beeindruckt vom Vorhaben, ein Kulturzentrum im Herzen der Heideblütenstadt zu etablieren. „Das wird eine tolle Begegnungsstätte. Und wir wollen dazu beitragen, dass sich die Menschen dort treffen können“, betonte er.

Mit Geldern ihrer Stiftung unterstützt die Kreissparkasse Soltau alljährlich Kirchengemeinden, Vereine, Jugendarbeit und soziale Einrichtungen. Finanzielle Förderung gibt es für die verschiedensten Projekte und Veranstaltungen, so zum Beispiel auch das Lichterfest in Soltau. Interessierte können die finanzielle Unterstützung beantragen, „der Stiftungsrat entscheidet dann, welche Projekte gefördert werden“, berichtete Balke. Der Kulturverein erhalte diesmal eine recht Hohe Summe, auch als Zeichen der Wertschätzung der von den Mitgliedern geleisteten Arbeit: „Mit seinen mehr als 1.000 Mitgliedern hat der Verein eine Strahlkraft über die Region hinaus.“ Das vom Kulturverein geplante soziokulturelle Zentrum im Herzen der Heideblütenstadt sei ein Leuchtturmprojekt, „in der Region gibt es nichts Vergleichbares.“

Bargmann freute sich über die kräftige Finanzspritze für das Projekt, „denn ohne diese Unterstützung geht es nicht.“ Der Kulturverein habe vor, das Kulturhaus mit einer modernen und in der Höhe regulierbaren Bühne auszustatten. Und um qualitativ hochwertige Kulturveranstaltungen anbieten zu könne, solle in Sachen Licht und Ton nicht am falschen Ende gespart werden. Auch die „Kommandobrücke“ der Ton- und Lichttechniker in der ersten Etage solle über modernes Equipment verfügen. „Wir brauchen ein Mischpult, Lautsprecher und vieles mehr“, so der Vorsitzende.

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