Klares Votum und Stichwahl

Während Schneverdingens Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens bei der Wahl am vergangenen Sonntag 89,07 Prozent der Stimmen erhielt, geht es in Wietzendorf in die Verlängerung. Dort treten Jörg Peters und Martin Mertens am 16. Juni zur Stichwahl an.

Klares Votum und Stichwahl

Über ein Top-Ergebnis konnte sich Meike Moog-Steffens, die als Amtsinhaberin und einzige Bewerberin bei der Bürgermeisterwahl in Schneverdingen angetreten war, am vergangenen Sonntag freuen: Mit 89,07 Prozent der Stimmen wurde sie im Amt bestätigt. 10,9 Prozent der Wählerinnen und Wähler hatten mit Nein gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,32 Prozent.

Daß gleich drei Parteien gemeinsam eine Wahlparty feiern, hatte es in der Heideblütenstadt bislang noch nicht gegeben. Im Wahlkampf hatten sowohl SPD als auch CDU und Bündnis 90/Die Grünen Moog-Steffens unterstützt. Im Jahr 2011 war sie erfolgreich als parteilose Spitzenkandidatin auf der SPD-Liste angetreten. Nach einem engagierten Wahlkampf freuten sich Bürgermeisterin und Vertreter der sie unterstützenden Parteien gleichermaßen über die gute Wahlbeteiligung. An die erste Amtszeit von fast acht Jahren wird sich für Moog-Steffens nun eine weitere von sieben Jahren anschließen, da auch in Schneverdingen ab 2026 die Kommunalwahlen und die Bürgermeisterwahl stets zusammenfallen. Laut Kommunalverfassungsgesetz soll in Niedersachen künftig die Amtszeit sowohl der Hauptverwaltungsbeamten als auch der Stadträte jeweils fünf Jahre betragen - und daher gleichzeitig gewählt werden. Die Bürgermeisterin hatte mit Rücksicht auf die ehrenamtlichen Wahlhelfer ihren Wahltermin 2019 von November zum Europawahltermin vorgezogen. „Ich bedanke mich für das Vertrauen aller Wählerinnen und Wähler, die mir ihre Stimme geschenkt haben“, so die Bürgermeisterin. Und weiter: „Das Wahlergebnis spiegelt das wider, was wir in den vergangenen Jahren fraktions- und gruppenübergreifend gemacht haben. Eine große Mehrheit steht hinter unserer Politik und unseren Projekten, die wir angeschoben haben.“ Zudem freut sich Moog-Steffens über das gute Abschneiden in den Ortschaften. „Das zeigt die enge Verbindung zu den Ortschaften und spiegelt auch die enge Verbindung der Ortsvorsteherinnen und -vorsteher mit dem Rathaus wider.“

Während in Schneverdingen also Klarheit herrscht, geht es in der Gemeinde Wietzendorf in die Verlängerung. Weil - wie zu erwarten - keiner der sieben Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen konnte, treten die beiden Kandidaten Jörg Peters und Martin Mertens am 16. Juni zur Stichwahl an.

Das beste Ergebnis hatte Einzelbewerber Jörg Peters mit 830 Stimmen (35,2 Prozent) geholt, gefolgt von Einzelbewerber Martin Mertens mit 689 Stimmen (29,18 Prozent). 340 Stimmen (14,40 Prozent) erhielt Einzelbewerber Tobias Ginschel, 185 Stimmen (7,84 Prozent) holte Thomas Körtge, ebenfalls Einzelbewerber. Dahinter landeten die beiden Einzelbewerber Dr. Ralf-Georg Tomalla (176 Stimmen/7,45 Prozent) und Andreas Reinert (75/3,18), gefolgt von Michael Kalis von der AfD (66/2,80). Die Wahlbeteiligung in der Gemeinde Wietzendorf lag bei 69,87 Prozent.

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