Zentimeterarbeit am Kran

Heidjers Wohl wächst hoch hinaus: Neuer und riesiger Wärmespeicher

Zentimeterarbeit am Kran

Ein neuer Wärmespeicher macht die Energieversorgung für das Heidjers Wohl künftig zu 100 Prozent klimaneutral und unabhängig von russischem Gas – doch zuvor stand erst einmal die genaue Positionierung des riesigen Tanks im Fokus: Am vergangenen Dienstag haben zwei Kräne in Zentimeterarbeit den 14 Meter langen und 3,20 Meter dicken Koloss behutsam vom Tieflader gehoben und auf dem Außengelände bei der Wasserrutsche des Schneverdinger Familien- und Sportbads aufgerichtet.

Stattliche 84.000 Liter Wasser fasst der neue Tank, der höher als das Gebäude ist. „Dank ihm kann Heidjers Wohl künftig ganz ohne Erdgas auskommen. Denn das Wasser in dem neuen Wärmespeicher bleibt dank der 20 Zentimeter starken Isolierung kuschelig warm“, so die Mitteilung der Heidjers Stadtwerke. „Das Bad ist nun zu 100 Prozent klimaneutral. Strom- und Wärmeversorgung erfolgen über unser Blockheizkraftwerk, das mit Biogas eines örtlichen Landwirts betrieben wird“, erklärt Stefan Lamping, Bereichsleiter Technik des Versorgungsunternehmens. Er freut sich, dass das Heidjers Wohl nun komplett durch erneuerbare Energien versorgt wird und unabhängig von Energieimporten ist: „Deswegen ist das Bad auch in der Energiekrise – im Gegensatz zu vielen anderen – den ganzen Winter über für unsere Badegäste geöffnet.“

Blockheizkraftwerke seien hocheffizient: „Sie arbeiten mit einem hohen Wirkungsgrad, weil sie den eingesetzten Brennstoff optimal ausnutzen“, so die Mitteilung der Heidjers Stadtwerke: „Die Abwärme aus der Stromerzeugung wird zur Beheizung verwendet“, informiert Stefan Lamping. Und weiter: „Das Biogas-Blockheizkraftwerk erzeugt jährlich rund drei Gigawattstunden Strom und 3,4 Gigawattstunden Wärme. Im neuen Wasserspeicher wird überschüssige Wärme gespeichert, bis sie im Bad gebraucht wird.“

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