Zwei neue Kurzfilme

„Schwarzfahrer“ und „Björn oder die Hürden der Behörden“ auf der „Online-Leinwand“

Zwei neue Kurzfilme

Das Schneverdinger Kino „LichtSpiel“ bleibt wegen der Coronavirus-Pandemie weiterhin geschlossen. „Derzeit ist noch völlig unklar, wie lange das dauern wird“, betont das Team. Seit Ostern hat das Kino für sein Publikum eine „Online-Leinwand“ eingerichtet und präsentiert wöchentlich wechselnde „Kurzfilme der Woche“. Dieses Programm ist kostenlos auf der Website des Kinos zu sehen: https://www.lichtspiel-schneverdingen.de. Ab dem 2. Juli laufen als „Kurzfilme der Woche“ zum einen „Schwarzfahrer“, zum anderen „Björn oder Die Hürden der Behörden“.

Der Kurzspielfim „Schwarzfahrer“ aus dem Jahr 1992 mit Paul Outlaw und Senta Moira, Regie und Buch Pepe Danquart, läuft knapp zwölf Minuten. Und darum geht es: In der Straßenbahn sitzt eine ältere Dame neben einer Person of Color, Anlass für sie, den Mann mit einer geballten Ladung gängiger Vorurteile gegenüber Geflüchteten zu überschütten. Die umsitzenden Fahrgäste bleiben passiv, ebenso der Mann, das Ziel des rassistischen Übergriffs, der ihre Beschimpfungen mit unbewegtem Gesicht über sich ergehen läßt, bis eine Fahrkartenkontrolle stattfindet und sich das Blatt wendet. „Schwarzfahrer ist ein ebenso unterhaltsamer wie nachdenklich stimmender Film zum Thema Alltagsrassismus, der mehrfach auf Festivals ausgezeichnet wurde und 1994 den ‚Oscar‘ für den besten Kurzfilm erhielt“, so das „LichtSpiel“-Team. „Aufgrund seiner zielsicheren und vielschichtigen Darstellung eignet er sich zum Ausgangspunkt einer Diskussion über Rassismus und Vorurteile.“

Als zweiter Film ist „Björn oder Die Hürden der Behörden“ zu sehen, ein deutscher Kurzspielfilm aus dem Jahr 2001 von Andreas Niessner und Oliver S. Bürgin mit einer Laufzeit von fast einer Viertelstunde. Drei Stunden vor dem Abflug in den Urlaub stellt Björn fest, dass sein Reisepass abgelaufen ist. Er rast zur Behörde, wo eine Odyssee beginnt, die sein Leben komplett auf den Kopf stellt.

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