Vortrag zum Thema Burn-Out

Chefarzt referiert in Schwarmstedt

Vortrag zum Thema Burn-Out

Stress hinterlässt Spuren an Körper und Seele. Laut einer Studie sind 87 Prozent der Menschen in Deutschland gestresst, jeder Zweite glaubt, von Burn-Out bedroht zu sein. Die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit zu der Begrifflichkeit „Burnout“, beziehungsweise Stressfolgeerkrankungen und Überlastungsreaktionen zeigt einen erheblichen Informations- und Hilfebedarf in der Gesellschaft. Deshalb laden die VHS Heidekreis und Dr. Rahul Sarkar, Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie am Heidekreis-Klinikum Walsrode, zum Vortrag „Burn Out - erkennen, vermeiden, überwinden“ ein. Der Info-Abend am Dienstag, dem 3. Dezember, beginnt um 19 Uhr in der in der Mensa der Kooperativen Gesamtschule Wilhelm-Röpke-Schule, Am Beu 2, in Schwarmstedt.

Durch anhaltenden Stress ausgelöste Erkrankungen gehören heute zu den schwerwiegendsten und bedeutendsten Krankheitsbildern in Deutschland, Europa, sogar weltweit. Dr. Sakar: „Das „Ausgebrannt-“ oder „Erschöpftsein“, häufig auch als Burnout bezeichnet, ist eine dieser Stresserkrankungen und betrifft in seinen unterschiedlichen klinischen Bildern und Schweregraden bis zu 20 Prozent der Bevölkerung. Gefühle, Gedanken, der Körper, die sozialen Beziehungen - alles kann davon beeinträchtigt werden.“

Trotz der wachsenden Bedeutung werden Stressfolgeerkrankungen, Überlastungsreaktionen oder Burnout häufig zu spät erkannt oder nur unzureichend behandelt. Dabei können diese Störungen Risikofaktoren für das Auftreten anderer schwerwiegender Volkskrankheiten wie Depression, Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose und Diabetes sein. Denn akuter und dauerhafter Stress hat vielfältige Symptome: Schwindelgefühle, Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, aber auch Herzrasen und Atembeschwerden, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall, Reizdarm oder Sodbrennen können dazu gehören. Dr. Sarkar: „Ein „Burnout“ kann unbehandelt sogar die Lebenserwartung reduzieren. Deshalb ist die individuelle, nachhaltige und wissenschaftlich fundierte Informationsvermittlung und die Aufklärung über geeignete Therapien wichtig.“

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