Aus dem Wald auf den Tisch

Am 1. Mai beginnt die Jagdzeit für Rehböcke und einjähriges Reh- und Rotwild sowie für junge Wildschweine in den Landesforsten

Aus dem Wald auf den Tisch

Nach der Winterruhe beginnt am 1. Mai die Jagdzeit für Rehböcke und einjähriges Reh- und Rotwild sowie für junge Wildschweine in den Landesforsten. „Nach dem erfolgreichen Mai des vergangenen Jahres rechnen wir auch in diesem Jahr wieder mit gutem Jagderfolg“, so Förster und Jagdleiter Victor Steinmann vom Forstamt Sellhorn. Das sieht Helmut Beuke vom Forstamt Oerrel genauso.

Die Regulierung des Wildbestandes bekommt für die Försterinnen und Förster vor dem Hintergrund der Sturm-, Käfer- und Klimaschäden der beiden vergangenen Jahre eine besondere Bedeutung. Gerade Rehe gelten als Feinschmecker. Sie fressen die Keimlinge, Knospen und junge Triebe der Bäume. „Deswegen ist es wichtig, dass wir dafür Sorge tragen ein Gleichgewicht zu erhalten, in dem die jungen Bäume die Chance haben, groß zu werden. Denn auf die jungen Bäume der nächsten Waldgeneration kommt es jetzt an“, erläutert Steinmann. Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest liegt ein weiteres Augenmerk der Förster auf der Reduktion des Wildschweinbestandes.

Das Fleisch von Wildschwein, Reh und Co. ist laut Landesforsten „sehr bekömmlich, gesund und garantiert frei von Medikamenten.“ Und weiter: "„Für Wildfleisch gilt: mehr ‚bio‘ und artgerechtere Haltung geht nicht. Wildfleisch ist eine echte Alternative zu herkömmlich produzierten Fleischwaren. Nach Überzeugung von Steinmann und Beuke „sollte es bei viel mehr Menschen nicht nur als Festmahl dienen, sondern ein regelmäßiger Bestandteil der Küche werden. Gerade jetzt, zu Beginn der Grillsaison und bei beschränktem gastronomischen Angebot, bietet es sich daher an, auf regional erzeugtes Wildfleisch zu setzen.“

Die Abgabe von Wildfleisch erfolgt meist im Ganzen. Bei der Zerlegung des Wildes und der weiteren Verarbeitung stellt das Forstamt gern Kontakt zu Metzgereien her, die bei der Zerlegung beziehungsweise Veredelung des Fleisches bis hin zum vakuumierten küchenfertigen Braten, Wildhack oder Geschnetzeltem weiterhelfen. Interessierte können sich telefonisch an Viktoria Lalk im Forstamt Sellhorn unter Ruf (05194) 989421 sowie an das Forstamt Oerrel unter Ruf (05192) 98040 oder direkt an eine der zuständigen Revierförstereien des Forstamtes Oerrel, www.landesforsten.de/oerrel, wenden.

Rezeptvorschläge und Ansprechpartner finden Interessierte im Internet unter https://www.landesforsten.de/bewirtschaften/jagd-und-wild/wildfleisch/.

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