1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - in Vergangenheit und Gegenwart

Michael Fürst, der Vorsitzende des Landesverbandes jüdischer Gemeinden in Niedersachsen, bei den Soltauer Gesprächen zu Gast

1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - in Vergangenheit und Gegenwart

„1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - in Vergangenheit und Gegenwart“ - das ist das Thema dieser Veranstaltung: Am Dienstag, dem 28. Juni, ist Michael Fürst, der Vorsitzende des Landesverbandes jüdischer Gemeinden in Niedersachsen, bei den Soltauer Gesprächen zu Gast und wird ab 20 Uhr in der Bibliothek Waldmühle die wechselhafte Geschichte der Juden in Deutschland vorstellen.

Der älteste Nachweis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ist das am 11. Dezember 321 von Kaiser Konstantin erlassene Edikt, das den Provinzstätten die Berufung von Juden in den Stadtrat gestattete. Dieses Edikt ist die früheste erhaltene schriftliche Quelle zur Existenz von Juden nördlich der Alpen.

An vielen Orten in Deutschland wird die Erinnerung an dieses Edikt zum Anlass genommen, sich der langen und reichhaltigen Tradition jüdischer Kultur in Deutschland zu vergegenwärtigen. Menschen jüdischen Glaubens haben über Jahrhunderte hinweg das öffentliche Leben, Kultur, Kunst und Wissenschaft maßgeblich mitgeprägt. Felix Mendelsohn-Bartholdy, Albert Einstein, Sigmund Freud, Paul Ehrlich, Max Slevogt, Walther Rathenau und viele andere. Allerdings war das Zusammenleben immer wieder von Ausgrenzung, Diffamierung und Verachtung geprägt. Bis hin zur fast totalen Vernichtung jüdischen Lebens unter den Nationalsozialisten.

Leider hat uns das für überwunden Geglaubte wieder eingeholt: Der Antisemitismus nimmt in Deutschland und Europa wieder deutlich zu und das nicht nur aus der zu erwartenden rechten Ecke, sondern zunehmend aus dem linken Spektrum und aus den Reihen muslimischer Migranten, die ihren Hass auf den Staat Israel auf die jüdischen Bürger in unserem Land mit verbaler und körperlicher Gewalt projizieren. Umso mehr ist es wichtig, sich mit dem, was das Judentum ausmacht, auseinanderzusetzen, um sich nicht von antisemitischen Parolen beeinflussen zu lassen.

Karten für diese Ausgabe der Soltauer Gespräche können im Vorverkauf in der Bibliothek Waldmühle erworben oder bei Gottfried Berndt, unter Telefon (05191) 71203 oder per E-Mail an c.gberndt@t-online.de bestellt werden.

Logo