1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Michael Fürst am 24. November zu Gast bei den Soltauer Gesprächen

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - in Vergangenheit und Gegenwart“, lautet die Überschrift der Soltauer Gespräche, bei denen am 24. November Michael Fürst, der Vorsitzende des Landesverbandes jüdischer Gemeinden in Niedersachsen, zu Gast ist. Um 20 Uhr wird er in der Alten Reithalle der Böhmestadt die wechselhafte Geschichte der Juden in Deutschland vorstellen.

Der älteste Nachweis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ist das am 11. Dezember 321 von Kaiser Konstantin erlassene Edikt, das den Provinzstätten die Berufung von Juden in den Stadtrat gestattete. Dieses Edikt ist die früheste erhaltene schriftliche Quelle zur Existenz von Juden nördlich der Alpen. An vielen Orten in Deutschland wird die Erinnerung an dieses Edikt zum Anlass genommen, sich der langen und reichhaltigen Tradition jüdischer Kultur in Deutschland zu vergegenwärtigen. Menschen jüdischen Glaubens haben über Jahrhunderte hinweg das öffentliche Leben, Kultur, Kunst und Wissenschaft maßgeblich mitgeprägt. Felix Mendelsohn-Bartholdy, Albert Einstein, Sigmund Freud, Paul Ehrlich, Max Slevogt, Walther Rathenau und viele andere. Allerdings war das Zusammenleben immer wieder von Ausgrenzung, Diffamierung und Verachtung geprägt. Bis hin zur fast totalen Vernichtung jüdischen Lebens unter den Nationalsozialisten.

„Leider hat uns das für überwunden Geglaubte wieder eingeholt. Der Antisemitismus nimmt in Deutschland und Europa wieder deutlich zu und das nicht nur aus dem rechten, sondern zunehmend aus dem linken Spektrum sowie aus den Reihen muslimischer Migranten, die ihren Hass auf den Staat Israel auf die jüdischen Bürger in unserem Land mit verbaler und körperlicher Gewalt projizieren“, so die Ankündigung zu den Soltauer Gesprächen. „Umso mehr ist es wichtig, sich mit dem, was das Judentum ausmacht, auseinanderzusetzen, um sich nicht von antisemitischen Parolen beeinflussen zu lassen.“

Der Veranstalter gibt außerdem noch Hinweise zu den Regeln des Abends: „Die Veranstaltung ist auf 120 Personen begrenzt, Einlass ist ab 19.15 Uhr. Wir bitten um Verständnis, dass wir nur Besucherinnen und Besuchern Zutritt gewähren, die vollständig geimpft oder genesen sind. Bitte führen Sie neben den entsprechenden Nachweisen Ihren Personalausweis mit. Alternativ ermöglicht eine aktuelle Testbescheinigung (nicht älter als 24 Stunden) in Verbindung mit dem Personalausweis die Teilnahme an der Veranstaltung. Die Kontaktnachverfolgung erfolgt über die Luca App oder über Kontaktdatenblatt. Dieses steht auch unter www.soltauer-gespraeche.de zum Download bereit oder kann vor Ort ausgefüllt werden.“ Es besteht die Möglichkeit, sich per E-Mail an C.Gberndt@t-online.de oder unter Telefon (05191) 71203 für diese Veranstaltung anzumelden.

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