75 neue Grundstücke im Soltauer Baugebiet, 100 weitere „in Reserve“

Drögenheide: Achter Bauabschnitt wird seit drei Wochen erschlossen

75 neue Grundstücke im Soltauer Baugebiet, 100 weitere „in Reserve“

Es ist zwar recht frisch am vergangenen Dienstag, aber der Himmel strahlend blau und die Sonne lässt sich blicken. Mit dem Pkw geht es hinein in den Kreisel im Soltauer Baugebiet Drögenheide. Wer die erste „Abfahrt“ nimmt, fährt auf einer sandigen Piste, die sich zu gegebener Zeit in eine Asphaltstraße verwandeln wird, an Häusern vorbei, an denen fleißig gearbeitet wird. An einer rot-weißen Absperrung endet die Fahrt. Einen Steinwurf entfernt frisst sich die große Schaufel eines Baggers ins Erdreich. Holzpflöcke mit roten Markierungen zeigen an, wo hier künftig Straßen entstehen werden. Zwischen großen Sandbergen liegende Rohre lassen erahnen, dass hier gerade Erschließungsarbeiten ausgeführt werden. Im Baugebiet vor den Toren Soltaus wird seit rund drei Wochen am achten Bauabschnitt gearbeitet. Und das ist der Grund, warum die stadteigene Ansiedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Soltau (AWS) zum Pressetermin eingeladen hat. Neben AWS-Geschäftsführer Olaf Hornbostel und seiner Mitarbeiterin Dörthe Schneider sind auch Bürgermeister Olaf Klang und Jens Ziegler vom Fachdienst Tiefbau der Stadtverwaltung vor Ort, um über die Weiterentwicklung des Areals zu informieren.

Bereits im Jahr 2003 entstanden die ersten Häuser in diesem Baugebiet an der ehemaligen Bundesstraße 3, unweit von Wolterdingen. Das fünf Autominuten von der Böhme-stadt entfernte Areal ist seitdem stetig gewachsen. „Richtig schön geworden ist es hier, das Baugebiet hat ein gutes Gesicht“, sagt Bürgermeister Olaf Klang, während er seinen Blick über die bereits stehenden Gebäude schweifen lässt. Hatten die vorausgegangenen Bauabschnitte in der Regel meist fünf bis acht Baugrundstücke, so hat es mit dem siebten „einen Boom gegeben“, berichtet Hornbostel. 33 neue Grundstücke kamen damals hinzu, jetzt entstehen mehr als doppelt so viele. Preislich bewegen sich diese zwischen 75 und 89 Euro pro Quadratmeter. Gebaut werden darf ein- oder zweigeschossig. Die Vertreter der AWS und der Stadt zeigen auf einem mitgebrachten Plan, wie das Ganze gestaltet wird. Die Grundstücksgrößen liegen im Schnitt zwischen 600 und 800 Quadratmetern, es gibt aber auch kleinere und größere Bauflächen, zum Beispiel ein 1.400 Quadratmeter großes Grundstück am Wall. „Unser Angebot richtet sich insbesondere an junge Familien, aber auch an den Investor, der ein Haus vermieten will“, erklärt Hornbostel. Es gebe bereits Reservierungen. „Wir haben eine sehr umfangreiche Warteliste“, so der AWS-Geschäftsführer. Interessenten erhielten den Zuschlag der Reihe nach.

Mit der Erschließung ist die Walsroder Firma „Hagemann & Knust Straßen- und Tiefbaugesellschaft mbH“ beauftragt. „Mit dem ersten Teilbereich sind wir Ende Mai fertig“, sagt Bauleiter Michael Kardulecz. Die ersten Meter der Abwasserleitungen befinden sich bereits im Erdreich, es geht zügig voran. Peu á peu werden Strom-, Gas- und Wasserleitungen verlegt, ebenso Glasfaserkabel für schnelles Internet direkt bis zum Haus. Auch hier sind die Stadtwerke Soltau wieder Partner. Angesichts des Krieges in der Ukraine und der drohenden Gasknappheit weist Hornbostel darauf hin, dass Interessenten selbstverständlich die Möglichkeit hätten, etwa ein Drei-Liter-Haus oder ein Passivhaus zu bauen. „Die Stadtwerke legen die Gasleitung. Das ist eine Grundleistung, ein Angebot“, ergänzt Ziegler.

Klang betont in diesem Zusammenhang, dass für künftige Baugebiete alternative Energieformen in den Fokus genommen werden müssten. „Das geht nicht ad hoc, ist aber ein Arbeitsauftrag“, so der Bürgermeister. Aktuell ist das Baugebiet Drögenheide das einzige der Stadt. Die Plätze in Harber sind vergeben, ein neues Gebiet an der Tetendorfer Straße noch in Planung.

Doch zurück ins Hier und Jetzt: Gerade in Krisenzeiten gilt Betongold als sicherer Hafen und bislang haben sich laut Hornbostel die gestiegen Material- und Baukosten sowie Bauzinsen nicht negativ auf die Nachfrage ausgewirkt. Es werde sich zeigen, ob die Entwicklung in Osteuropa daran etwas ändern werde. Aktuell sei dies nicht der Fall. „Wir haben hier ja auch ein gutes Preisgefüge“, betont der Geschäftsführer. Auf dem ausgerollten Plan zeigt er, dass die Stadt im Baugebiet noch so einiges „in Reserve“ hat: So sei auf der jetzigen Erschließungsfläche ein Areal für eine Kindertagesstätte eingeplant: „Außerdem haben wir bis hin zur Bahn und zum Campingplatz noch Platz für 100 weitere Baugrundstücke.“ Die Grundstücke im achten Bauabschnitt gingen übrigens erst in die Vermarktung, wenn die Erschließung abgeschlossen sei. Hornbostel verweist dabei auch auf die Bauverpflichtung: Wer ein Grundstück kaufe, müsse es im Zeitraum von zwei Jahren bebauen.

Wer sich für ein Grundstück im Baugebiet Drögenheide interessiert, kann sich über die Internetseite der AWS unter https://aws-soltau.de informieren oder sich per E-Mail über die Adresse info@aws-soltau.de melden.

Logo